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17.07.2012

14:50 Uhr

US-Investmentbank

Goldman Sachs überrascht mit hohem Gewinn

Das umstrittene Institut fährt einen überraschend hohen Gewinn ein. Im zweiten Quartal steht ein Plus von fast einer Milliarde Dollar. Rückgänge im Fusionsgeschäft und Aktienhandel werden an anderer Stelle ausgeglichen.

Goldman Sachs: Trotz Gegenwind ist die Investmentbank eine Gewinnmaschine. Reuters

Goldman Sachs: Trotz Gegenwind ist die Investmentbank eine Gewinnmaschine.

Frankfurt/New YorkDie US-Investmentbank Goldman Sachs hat das zweite Quartal mit einem überraschend hohen Gewinn abgeschlossen. Goldman Sachs musste angesichts des eingetrübten Geschäfts in vielen Bereichen zwar einen Rückgang des Nettoergebnisses um elf Prozent auf 962 Millionen Dollar hinnehmen. Das war deutlich aber immer noch mehr als Analysten der Bank zugetraut hatten.

Goldman Sachs machte den Einbruch im Beratungsgeschäft der Fusionen und Übernahmen sowie im Aktiengeschäft mit starken Zuwächsen im Renten-, Devisen- und Rohstoffgeschäft im Vergleich zum Vorjahr beinahe wett.

Die Erlöse gingen im zweiten Quartal um neun Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zurück, doch auch hier hatten die Experten mit einem stärkeren Minus gerechnet. Goldman Sachs senkte die Kosten um acht Prozent, allein der Personalaufwand ging um neun Prozent zurück. Weitere Kostensenkungsmaßnahmen seien in Vorbereitung, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Im Vergleich zum ersten Quartal halbierte sich der Überschuss. Die neuen Sorgen um die Weltwirtschaft und die Eurokrise haben vielen Anlegern die Lust am Investieren verdorben. Das macht auch Milliarden-Übernahmen und Börsengänge schwierig, bei denen Goldman normalerweise viel Geld verdient. Der Wall-Street-Gigant hat seit langem damit zu kämpfen, dass angesichts der Unsicherheiten die Gewinne nicht mehr so wie vor der Finanzkrise sprudeln.

Die Goldman-Sachs-Aktie kletterte in New York vorbörslich um 2,9 Prozent und zog auch andere Banktitel mit nach oben. Papiere der Deutschen Bank machten ihre vorherigen Kursverluste beinahe wett.

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Kommentare (8)

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Account gelöscht!

17.07.2012, 14:45 Uhr

Man sollte mal hinterfragen, wie viel der normale Sparer durch die FED zu diesen Gewinnen beigetragen hat. Hier gibt es eine klare Transferunion durch die Enteignung. Dank Herrn Draghi haben wir die gleiche Situation auch in Europa. Aber der hat ja auch grossen Bezug zu Goldman Sachs ;-)

svebes

17.07.2012, 15:36 Uhr

Nicht nur der Herr Dragi, auch der Herr Monti, etc. p.p. - aber das ist ja wohl alles genug abgehandelt worden und nichts tut sich.

Thomas-Melber-Stuttgart

17.07.2012, 15:43 Uhr

Ah, "Gewinn"? Müßte das nicht "Beute" heißen? Hier also:
Goldman Sachs überrascht mit "fetter Beute"?

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