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07.09.2011

01:58 Uhr

US-Problembank

Bank of America setzt Topmanager vor die Tür

Betrugsvorwürfe, Schadensersatzklagen, Altlasten aus der Finanzkrise: Die Bank of America muss an allen Ecken und Enden aufräumen. Dabei wirbelt der Chef des Unternehmens nun den Vorstand durcheinander.

Die Bank of America stellt ein - diesmal: neue Vorstände. Reuters

Die Bank of America stellt ein - diesmal: neue Vorstände.

CharlotteDer Chef der angeschlagenen Bank of America räumt in der Führungsetage auf. Mit der für die Vermögensverwaltung zuständigen Sallie Krawcheck und dem Privatkunden-Chef Joe Price gehen zwei hochrangige Manager. Die für Hauskredite verantwortliche Barbara Desoer wird in ihrem Einfluss beschnitten.

„Heute machen wir einen großen Schritt beim Umbau unseres Unternehmens“, sagte Bankchef Brian Moyniha am Dienstag am Firmensitz in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina. Er ernannte zwei neue Vorstände für das Tagesgeschäft.

Wie die Bank of America um die Zukunftsfähigkeit kämpft

Verkauf von Anteilen an chinesischer Großbank

Am 29. August hat die Bank of America den Verkauf von Anteilen an der China Construction Bank für rund 8,3 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro) angekündigt. Sie nutzte die erste Gelegenheit nach dem Ende der Haltefrist, um einen Teil der Aktien zu Geld zu machen und verdiente damit 3,3 Milliarden Dollar. So gewaltig war die Summer aber nicht - angesichts eines Rekordverlusts der größten US-Bank von 8,8 Milliarden Dollar im zweiten Quartal des vergangenen Jahres.

Beteiligung von Investor Buffett

Erst am 26. August hatte die Nachricht vom Einstieg des legendären Investors und Milliardärs Warren Buffett mit fünf Milliarden Dollar die Anleger überrascht - und beruhigt.

Jobabbau

Bank-Chef Brian Moynihan hatte angekündigt, jedes Quartal 1,5 Milliarden Dollar einzusparen. Allein im dritten Quartal bis Ende September sollten 3500 Stellen wegfallen. Der laufende Umbau des Geldhauses könnte insgesamt sogar über 10.000 Beschäftigte den Job kosten, das wäre mehr als jede 30. Stelle.

Warum die Bank of America Sorgen macht

Die Bank of America hatte in der Finanzkrise Countrywide übernommen. Das erwies sich jedoch als schwerer Fehler, weil der Immobilienfinanzierer Kredite viel zu lax vergeben hatte. Hausbesitzer können nun reihenweise ihre Raten nicht mehr zahlen und frühere Geschäftspartner von Countrywide verlangen Schadenersatz. Deshalb muss sich die Bank of America mit massiven Verlusten herumschlagen und ist der zurzeit größte Sorgenfall unter den US-Kreditinstituten.

Vergleich wackelt

Wegen des milliardenschweren Hypothekenvergleichs der Bank of America formiert sich immer mehr Widerstand. Am 29. August reichte auch die US-Einlagensicherheitsbehörde FDIC beim US-Bezirksgericht in Manhattan Beschwerde gegen das Abkommen ein. Die Bank of America will den 22 institutionellen Investoren die Rekordsumme von 8,5 Milliarden Dollar zahlen, um Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu räumen, die auf Countrywide zurückgehen.

Die Zuständigkeiten sollen künftig entlang der wichtigsten Kundengruppen verlaufen: Privatleute und Kleinbetriebe sowie größere Unternehmen und institutionelle Investoren.

Die Bank of America ist das Sorgenkind der amerikanischen Bankenbranche mit zuletzt hohen Verlusten. Sie schleppt aus den Zeiten der Finanzkrise noch haufenweise faule Kredite mit sich herum und muss sich überdies Vorwürfe anhören, bei Hypothekengeschäften betrogen zu haben. Investoren fordern deshalb milliardenschweren Schadenersatz.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Bmehrens

09.09.2011, 09:18 Uhr

Für mich Begriffsverwirrung: Bank of America...Milliardenverluste usw. durch "Topmanager" oder waren das Stümper in Toppositionen?

Bmehrens

09.09.2011, 14:53 Uhr

Warum setzen die B of A TOPMANAGER vor die Tür? Mein Vorschlag: MISmanager vor die Tür setzen.

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