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21.03.2014

13:00 Uhr

US-Sanktionen

Gesperrte Kreditkarten nerven russische Bankkunden

VonDana Heide

Die US-Sanktionen gegen Russland zeigen erste Wirkungen. Die Kreditkartenfirmen Visa- und Mastercard haben ihre Dienste für Kunden einiger russischer Banken eingestellt. Diese halten die Reaktion für rechtswidrig.

Ein Paar mit Tüten der Luxusmarke Hermes in Paris: Einige Kunden russischer Banken haben auf Grund der US-Sanktionen Probleme, mit ihrer Kreditkarte im Ausland zu bezahlen. Reuters

Ein Paar mit Tüten der Luxusmarke Hermes in Paris: Einige Kunden russischer Banken haben auf Grund der US-Sanktionen Probleme, mit ihrer Kreditkarte im Ausland zu bezahlen.

DüsseldorfIn den Shopping-Straßen Europas können einige Russen nur noch mit Cash zahlen - jedenfalls sofern sie neben Visa- und Mastercard keine weiteren Kreditkarten besitzen. Die US-Sanktionen gegen russische Schlüsselpersonen zeigen Wirkung.

Die Rossija Bank, Hausbank und enger Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin, teilte am Freitag mit, die beiden Kreditkartenunternehmen hätten „ohne Vorwarnung“ ihre Zahlungsdienste für die Kunden der Bank eingestellt. Betroffen sei auch die hundertprozentige Tochter Sobinbank.

Auch die SMP Bank meldete, dass Visa und Mastercard ihren Service für die Kunden der russischen Bank eingestellt haben - angeblich ohne das Institut vorher darüber zu informieren. Die SMP wird von den Brüdern Arkadi und Boris Rotenberg kontrolliert, die auf der US-Sanktionsliste stehen.

Die Visakarten können nun offenbar weder für Online-Einkäufe noch in Läden benutzt werden. Lediglich das Abheben von Geld an den bankeigenen oder Partner-Geldautomaten sei noch möglich. Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti teilte die Sobinbank, eine Tochter der Rossija Bank mit, dass seine Call Center mit Anrufen von Menschen „überflutet“ werden, die im Ausland sind und plötzlich ihre Kreditkarte nicht mehr benutzen können.

Die betroffenen Institute versuchen ihre Kunden zu beruhigen. „Aufgrund des Umstandes, dass die Sanktionen die Anteilseigner betreffen und nicht die Bank selbst, sehen wir die Handlung der Bezahlsysteme als illegal an und sind zuversichtlich, dass wir die Probleme in naher Zukunft lösen können“, hieß es in einem Statement der SMP Bank.

Am Mittag schoss der Kreml-Chef persönlich zurück: Putin wies die russische Zentralbank an, der Rossija-Bank beizustehen. Die Zentralbank solle die Kunden von Rossija „unter ihren Schutz nehmen und ihnen jede mögliche Unterstützung zukommen lassen“, sagte Putin.
Putin selbst erklärte, er habe dort kein Konto, werde aber am Montag eines eröffnen und sein Gehalt als Staatschef dorthin überweisen lassen.

Die USA hatten am Donnerstag ihre Strafmaßnahmen gegen Russland wegen seines Vorgehens in der Krim-Krise verschärft und 20 weitere ranghohe russische Regierungsvertreter und Vertreter der russischen Wirtschaftselite auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Das US-Vermögen der Rossija Bank wird eingefroren, Einzelpersonen und Unternehmen aus den USA dürfen mit dem Finanzinstitut keine Geschäfte mehr machen.

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Kommentare (12)

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21.03.2014, 12:50 Uhr

Den Befürwortern des sog. e-money (alle Arten von Karten, bezahlen per Handy, Bitcoins) sollte diese Kreditkartensperre zu denken geben.

Das Internet hat uns wunderbare, kundenfreundliche Dienste gebracht. Aber alle leider sind diese per Knopfdruck entziehbar (Email, VoIP, Bezahlsysteme, Suchmaschinen).

Ich mag mir nicht die Konsequenzen vorstellen, sollte Google einem Land den Suchmaschinendienst entziehen.

Ich habe kein Telefonbuch, keinen Bahnfahrplan, kein Branchenbuch, keine Landkarte, nur noch ein uraltes Lexikon, .....

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21.03.2014, 12:59 Uhr

Willkommen zurück im Kalten Krieg!

Wir haben das Gegenteil von dem erreicht was wir wollten...

Account gelöscht!

21.03.2014, 13:46 Uhr

Es ist mir 2008 beiderkleinen Krise schon mal passiert dass es auf diese Karten kein Geld mehr gab.

Wird Zeit zum kündigen !!!

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