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12.04.2012

20:24 Uhr

US-Vermögensverwalter

Guggenheim will Deutsche-Bank-Tochter kaufen

Der Vermögensverwalter Guggenheim expandiert: Erst kauften die Amerikaner einen Baseball-Verein, jetzt wollen sie eine Tochter des Frankfurter Bankenprimus erwerben.

Das Baseball-Team Los Angeles Dodgers gehört jetzt dem New Yorker Vermögensverwalter Guggenheim Partners. dpa

Das Baseball-Team Los Angeles Dodgers gehört jetzt dem New Yorker Vermögensverwalter Guggenheim Partners.

New YorkMit einem Schlag kennt ganz Amerika Guggenheim Partners. Für den höchsten jemals im US-Sport für einen Club gezahlten Preis von 2,15 Milliarden kauft der eher kleine New Yorker Vermögensverwalter Ende März das traditionsreiche, aber bankrotte Baseball-Team Los Angeles (LA) Dodgers. Mit der Trophäe am Revers ist man wer in den sportverrückten USA.

Ob sich das Investment jemals rechnen wird, scheint den sonst so kühlen Zahlenjongleuren von der Ostküste zunächst einmal egal. „Das ist ein Ding für Generationen. Die Großenkelin meiner Tochter wird es noch besitzen“, verkündet Mark Walter, Guggenheims Chef, ganz romantisch.

Im Alltag sind Walter und seine Leute weit weniger romantisch, arbeiten aber nach dem gleichen Muster. Wenn immer irgendwo jemand in Schwierigkeiten ist, „hilft“ Guggenheim. Anders ausgedrückt: Guggenheim pickt sich die Rosinen raus. Das gilt für bankrotte Baseball-Teams genauso wie für die seit dem Ausbruch der Finanzkrise aufgekauften Versicherungen, Immobilien oder auch einen Hersteller von exklusiven Spielzeugeisenbahnen. Zuletzt kaufte man aus der Insolvenzmasse des untergegangenen Derivatehändlers MF Global eine Lobbyfirma in Washington. Auch wenn es um Experten geht, holt sich Guggenheim gerne die gefallenen Stars von gestern ins Haus.

So engagierte Walter 2009 mit Alan Schwartz den letzten Chef der im Jahr zuvor in Schimpf und Schande untergegangenen US-Investmentbank Bear Stearns als Aufsichtsratschef und Leiter der Firmenexpansion. „Andere haben Fehler bei Investments gemacht oder die Umstände haben sie hart getroffen. Wir waren in der Lage zu wachsen in einer Zeit, in der andere stolperten“, formuliert Walter sein Credo. So wuchs der erst vor zwölf Jahren von den Nachfahren des US-Bergbautycoons des 19. Jahrhunderts, Meyer Guggenheim, gegründete Vermögensverwalter zuletzt auf die respektable, wenn auch nicht spektakuläre Größe von 125 Milliarden Dollar an zu verwaltendem Kundengeldern. Damit rangiert Guggenheim nach Angaben der Beratungsgesellschaft Towers Watson auf der Liste der größten Vermögensverwalter Ende 2010 nur auf Rang 164. Die Deutsche Bank lag auf dem sechsten Platz.

Kommentare (1)

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awtwahl

13.04.2012, 10:28 Uhr

eswird sich manches aendern bei der deutschen Bank, deutsch is die schon sehr lange nicht mehr und die Nachfoler ACKERMANN's werden's schon richten..........

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