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18.01.2013

22:29 Uhr

USA

HSBC büßt für fehlerhafte Hauspfändungen

Die Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Jetzt muss auch die britische Großbank HSBC in den USA für fehlerhafte Hauspfändungen geradestehen.

Das der britischen Großbank HSBC. Reuters

Das der britischen Großbank HSBC.

WashingtonDie britische Großbank HSBC muss als dreizehnte Finanzfirma in den USA für Pfusch bei der Pfändung von Eigenheimen büßen. Mehr als 112 000 geschädigte Hausbesitzer dürfen sich nun über Bares und finanzielle Erleichterungen bei laufenden Kreditverträgen im Volumen von insgesamt 249 Millionen Dollar (187 Mio Euro) freuen. Die HSBC schloss einen entsprechenden Vergleich mit der US-Notenbank Fed und der Aufsichtsbehörde OCC.

Die Fed gab den Vergleich am Freitag in Washington bekannt, nachdem zuvor schon gut 9 Milliarden Dollar durch entsprechende Abmachungen mit JPMorgan Chase, Goldman Sachs, der Citigroup oder der Bank of America in den Topf gelangten. Zusammengenommen sollen annähernd 4,2 Millionen Geschädigte davon profitieren.

Die Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Das Thema ist in den USA brandheiß, weil durch das Platzen der Immobilienblase und die anschließende Finanz- und Wirtschaftskrise Millionen Amerikaner ihr Eigenheim verloren haben. Sie konnten ihre Kreditraten nicht mehr zahlen. Viele Schuldner landeten dabei zu Unrecht auf der Straße, wie die Bankenregulierer sagen.

Vor allem das sogenannte Robo-Signing hatte für Empörung gesorgt. Übersetzt bedeutet dies „roboterhaftes Unterschreiben“. Gemeint ist damit, dass überlastete Sachbearbeiter sich angesichts der schieren Masse der Fälle kaum Zeit für eine eingehende Prüfung der Unterlagen genommen haben, sondern stattdessen im Minutentakt die Pfändungsbescheide erstellten. Dabei haben die Banken die Kredite nicht unbedingt selbst vergeben, manche fungierten als Dienstleister - sogenannte Loan Servicer - für andere Kreditinstitute.

Von

dpa

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