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02.10.2015

13:13 Uhr

Verbraucherkredite

Ende des Bankenskandals in Sicht

Der kostspielige Bankenskandal in Großbritannien neigt sich dem Ende zu. Ein Vorstoß der Aufsichtsbehörde FCA schreibt betroffenen Bankkunden vor, nur noch bis 2018 klagen zu dürfen.

Die britische Finanzaufsichtsbehörde leitet nun eine Klagefrist in die Wege. Reuters

FCA

Die britische Finanzaufsichtsbehörde leitet nun eine Klagefrist in die Wege.

LondonFür Großbritanniens Banken ist ein Ende eines äußerst kostspieligen Branchenskandals in Sicht. Der milliardenschwere Rechtsstreit über massenweise verkaufte unnötige Kreditausfallversicherungen soll nun durch eine Klagefrist beendet werden. Entsprechende Pläne gab am Freitag die Finanzaufsichtsbehörde FCA bekannt.

Demnach sollen betroffene Bankkunden nur noch bis voraussichtlich Frühjahr 2018 Zeit haben, um Ansprüche auf Schadenersatz geltend zu machen. Damit will die FCA in dem sich seit Jahren hinziehenden Konflikt einen Schlussstrich ziehen. Einerseits gelte es, den Verbrauchern ausreichenden Schutz zu geben. Andererseits müsse die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems gewährleistet werden, erklärte die Behörde.

Die Branche ächzt unter dem größten Skandal um Verbraucherkredite, den es in dem Land je gab. Mehr als umgerechnet 38 Milliarden Euro (28 Milliarden Pfund) haben die Geldhäuser bislang für Entschädigungen zurückgelegt.

Davon wurden bereits über 27 Milliarden Euro ausgezahlt - an mehr als zehn Millionen Kunden. Die Banken hatten Privatkunden und Geschäftsleuten Versicherungen aufgeschwatzt, die bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit die Rückzahlung von Krediten garantieren sollten. Häufig benötigten die Kunden diesen Schutz aber gar nicht.

Von

rtr

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