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30.10.2014

13:07 Uhr

Verbraucherschutz

Müller gegen Bankberatung auf Provision

Das Image der Bankbranche ist weiter angeschlagen, deshalb will der Verbraucherzentrale Bundesverband-Chef Müller ein Ende der provisionsbasierten Finanzberatung. Als gutes Beispiel sieht er vor allem Großbritannien.

Die Kunden würden nicht umfassend beraten, findet Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands. dpa

Die Kunden würden nicht umfassend beraten, findet Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

OsnabrückDer Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, fordert ein Ende der provisionsbasierten Finanzberatung in Banken und Sparkassen. „In vielen Fällen findet wegen des Provisionsanreizes keine sachgerechte Beratung mehr statt, sondern schlicht ein Verkaufsgespräch“, beklagte Müller in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Donnerstag. Die Kunden würden nicht umfassend beraten, was das ohnehin angeschlagene Vertrauen der Verbraucher in die Bankbranche weiter schwäche.

Als gute Beispiele führte Müller Großbritannien und die Niederlande an. Dort verzichteten einzelne Anbieter bereits auf einen provisionsbasierten Vertrieb und böten stattdessen ihre Beratung und Finanzprodukte zu transparenten Festpreisen an.

Diese deutschen Banken überprüft die EZB

Großbanken

Commerzbank
Deka-Bank (Spitzeninstitut der Sparkassen)
Deutsche Bank
DZ-Bank (Spitzeninstitut der Volksbanken)
Hypo Real Estate Holding (Deutsche Pfandbriefbank)
SEB
WGZ Bank (2. Spitzeninstitut der Volksbanken)

Landesbanken

Bayerische Landesbank (BayernLB)
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Landesbank Berlin (LBB)
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
Norddeutsche Landesbank (NordLB)
HSH Nordbank

Sparkassen/Genossenschaftsbanken

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Haspa Finanzholding (Hamburger Sparkasse)

Immobilienbanken

Aareal Bank
Münchener Hypothekenbank

Förderbanken

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Landwirtschaftliche Rentenbank
NRW.Bank

Sonstige Institute

Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft
Wüstenrot & Württembergische

Die durch die Finanzkrise 2008 ausgelöste Vertrauenskrise der Bankbranche ist nach Müllers Ansicht noch nicht vorüber. „Bei den Verbrauchern besteht bis heute das diffuse Gefühl: Da agiert eine Branche außerhalb ihrer gesellschaftlichen Sphäre“, sagte er der Zeitung. Die Geldinstitute müssten sich deswegen „an die eigene Nase fassen“.

Von

afp

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