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22.06.2011

18:51 Uhr

Verbundbank

NRW-Minister stimmt WestLB-Beschäftigte auf Stellenabbau ein

Noch sind bei der WestLB knapp 4.500 Menschen beschäftigt. Bei der geplanten Verbundbank wird es jedoch nur rund 400 Stellen geben, so NRW-Finanzminster Norbert Walter-Borjans.

Dunkle Wolken über der Zentrale der WestLB in Düsseldorf. Es steht Stellenabbau an. Quelle: dpa

Dunkle Wolken über der Zentrale der WestLB in Düsseldorf. Es steht Stellenabbau an.

DüsseldorfDie Beschäftigten der WestLB müssen sich auf einen drastischen Stellenabbau einrichten. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans erklärte am Mittwoch in Düsseldorf, es wäre anmaßend zu sagen,
dass die WestLB-Mitarbeiter keinen Anlass zur Sorge um ihre Arbeitsplätze hätten. „Es wird Veränderungen geben“, betonte er. Bei der geplanten Verbundbank werde es rund 400 Stellen geben, stellte er in Aussicht. Zudem könnten WestLB-Mitarbeiter auch Aufgaben etwa für die EAA genannte Bad Bank der WestLB übernehmen. Bei der WestLB sind noch knapp 4.500 Menschen beschäftigt.

Die Gespräche über die Zukunft der WestLB gehen in die entscheidende Phase. Bis zum Ende des Monats müssen die Eigner - das Land NRW und die NRW-Sparkassenverbände - sowie der Bund, der mit drei Milliarden Euro bei der angeschlagenen Landesbank engagiert ist, einen Umbauplan für das Geldhaus bei der EU-Kommission in Brüssel vorlegen. Walter-Borjans betonte, es habe auf dem Weg zu einer Einigung Fortschritte gegeben. Alle Beteiligten - auch der Bund - hätten sich „enorm bewegt“. Es gebe zudem Anzeichen, dass auch die EU-Wettbewerbshüter einer Lösung zustimmen könnten. Diese bestehen im Gegenzug zur Genehmigung milliardenschwerer Garantien und Beihilfen auf einen Umbau.

Der SPD-Politiker betonte erneut, er erwarte eine Aufspaltung der Bank - andernfalls drohe ihr das endgültige Aus. „Das Verbundbank-Modell ist die einzige ernsthafte Option, wenn die Bank nicht zum Experimentierfeld für das Restrukturierungsgesetz werden soll“, sagte er. Aus der einstmals stolzen Landesbank soll nach dem Modell eine Verbundbank für die Sparkassen hervorgehen. Eine „RestLB“ soll zudem Service-Leistungen für die EAA und die Verbundbank erbringen. Die übrigen Teile der Bank sollen verkauft - für das Geschäft mit Firmenkunden und strukturierten Finanzierungen hat etwa HSBC Trinkaus Interesse angemeldet - oder an die EAA angedockt werden.

Der Betriebsrat der Bank fordert einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und eine Sicherung aller Standorte. Die WestLB-Mitarbeiter haben in den vergangenen Wochen immer wieder für ihre Arbeitsplätze demonstriert.

Von

rtr

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