Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.03.2013

18:26 Uhr

Verdacht der Untreue

Weitere Anklagen im Fall Sachsen LB

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat weitere Anklagen im Fall um die Landesbank Sachsen LB erhoben. Vier ehemaligen Vorstände wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen. Die Verteidiger kritisieren die Anklage.

Gegen die Sachsen LB kommt es zu weiteren Anklagen. ap

Gegen die Sachsen LB kommt es zu weiteren Anklagen.

LeipzigIm Skandal um die Beinahe-Pleite der früheren Landesbank Sachsen hat die Staatsanwaltschaft Leipzig weitere Anklagen erhoben. Sie wirft vier ehemaligen Vorständen der SachsenLB Untreue im besonders schweren Fall und unrichtige Darstellung vor. Die Ex-Vorstände sollen 2006 und 2007 auf den Kapitalmärkten Finanzgeschäfte betrieben haben, die in ihrem Volumen und den Risiken in keinem Verhältnis zur Kapitalausstattung und zu den Refinanzierungsmöglichkeiten der bundesweit kleinsten Landesbank standen, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Angeschlagene Landesbank: LBBW versechsfacht den Gewinn

Angeschlagene Landesbank

LBBW versechsfacht den Gewinn

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist auf dem Weg der Besserung.

Die Verteidiger der Vorstände monierten, die Staatsanwaltschaft unternehme mit ihrer Anklage den Versuch, die eine Vielzahl von Banken betreffenden Auswirkungen der Finanzkrise des Jahres 2007 im Fall der SachsenLB zu personalisieren.

Die Landesbank Sachsen war 2007 wegen riskanter Spekulationen der irischen Tochter ins Trudeln geraten. Nur ein Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg rettete die SachsenLB vor der Pleite. Für Ausfälle aus der SachsenLB-Zeit bürgt der Freistaat mit bis zu 2,75 Milliarden Euro. Rund 500 Millionen Euro sind nach Angaben des Finanzministeriums in Dresden schon fällig geworden.

Bereits 2011 hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei frühere Vorstände und gegen drei leitende Mitarbeiter erhoben. Prozesstermine stehen laut Landgericht Leipzig noch nicht fest. Außerdem fordert das Land Sachsen Schadenersatz. Dazu laufen zwei Zivilverfahren beim Landgericht in Leipzig.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

religieron

19.03.2013, 07:11 Uhr

die kriminellen handlungen,die zu den milliardenverlusten führten,sollen nach ansicht der verteidigung vom himmel gefallen sein.ein akt der vorsehung gewissermaßen

eher scheints,einem akt der vorsehung gleich ,daß die unfähigen vorstände sich mit gleich gesellen.

das kann heiter werden

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×