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16.11.2016

17:13 Uhr

Verfassungs-Referendum

Monte dei Paschi plant Schuldentausch

Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi plant einen milliardenschweren Schuldentausch. Dieser soll kurz vor dem Verfassungsreferendum stattfinden. Der Tausch muss aber noch von der EU-Kommission genehmigt werden.

Das italienische Geldhaus braucht dringend frisches Kapital. AFP; Files; Francois Guillot

Monte Dei Paschi

Das italienische Geldhaus braucht dringend frisches Kapital.

MailandDer milliardenschwere Schuldentausch bei der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena soll einem Insider zufolge kurz vor dem italienischen Verfassungsreferendum über die Bühne gehen. Die komplexe Transaktion solle am 28. November starten, hieß es am Mittwoch in Finanzkreisen. Das ist sechs Tage vor der Volksabstimmung, an die Ministerpräsident Matteo Renzi sein politisches Schicksal geknüpft hat.

Die Rettung der ältesten Bank der Welt ist politisch heikel, weil das Institut aus Siena viele Anleihen an italienischen Privatkunden verkauft hat. Der Tausch vermeintlich sicherer nachrangiger Anleihen in Aktien muss von der EU-Kommission und einer Hauptversammlung der Bank am 24. November abgesegnet werden.

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Für Monte dei Paschi geht es bei dem Schuldentausch darum, die von den Bankenaufsehern geforderte und dringend benötigte Kapitalspritze möglichst klein zu halten, die im Dezember folgen soll. Beim europäischen Banken-Stresstest 2014 und in diesem Sommer hatte die Banca Monte dei Paschi jeweils am schlechtesten abgeschnitten.

Das Geldhaus braucht insgesamt fünf Milliarden Euro, der Debt-for-equity-Swap könnte laut Analysten zwischen 1,0 und 1,5 Milliarden Euro einbringen. Er betrifft Anleihen im Volumen zwischen 4,3 und 5,3 Milliarden Euro. Die Teilnahme ist freiwillig – ein Erfolg ist nach Angaben der Bank jedoch eine Voraussetzung für die Kapitalerhöhung.

Gleichzeitig ist die Bank dem Insider zufolge auf der Suche nach Ankerinvestoren, die einen großen Teil der Kapitalerhöhung zeichnen sollen. Fast zehn potenzielle Investoren hätten entsprechende Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnet, darunter Staatsfonds, Finanzinvestoren und Hedgefonds. Zu ihnen gehört früheren Informationen zufolge der katarische Staatsfonds QIA.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.11.2016, 17:49 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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