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18.04.2011

10:56 Uhr

Verhandlungen mit LGT abgebrochen

Die Deutsche Bank wird die BHF nicht los

Monatelang hat die Deutsche Bank Gespräche und Verhandlungen geführt - nun wird die BHF-Bank doch nicht verkauft. Eine Einigung mit der Liechtensteiner LGT hat sich in letzter Sekunde zerschlagen.

Schlechte Stimmung in der Zentrale der Deutschen Bank. Quelle: Reuters

Schlechte Stimmung in der Zentrale der Deutschen Bank.

FrankfurtDie Deutsche Bank bleibt überraschend auf der BHF-Bank sitzen. Der Verkauf der mit Sal. Oppenheim übernommenen Tochter an die liechtensteinische Fürstenbank LGT sei geplatzt, obwohl ein unterschriftsreifer Vertrag vorgelegen habe, teilte die Deutsche Bank am Montag in Frankfurt mit. Als Grund führt das größte deutsche Bankhaus den Widerstand der Aufsichtsbehörden an. „Beide Institute hatten bereits Einigkeit über die Veräußerung der BHF-Bank erzielt“, erklärte die Bank.

Einen neuen Anlauf zum Verkauf will die Deutsche Bank nicht nehmen. Stattdessen soll die 1500 Mitarbeiter zählende BHF-Bank enger in den Konzern eingebunden und - wie das auch die LGT geplant hätte - noch stärker auf das Geschäft mit wohlhabenden Kunden und mittelständischen Firmen ausgerichtet werden. Die BHF verwaltet Vermögen von mehr als 40 Milliarden Euro. Der Eigenhandel, das Investment-Banking und das große internationale Kreditgeschäft dürften damit wohl keine Zukunft haben.

Der Verkaufsprozess hatte sich schon länger hingezogen als erwartet. Eigentlich wollte die Deutsche Bank die BHF-Bank schon im vergangenen Jahr komplett verkauft haben und damit einen Großteil des Kaufpreises von rund einer Milliarde Euro für die angeschlagene Kölner Privatbank Sal. Oppenheim finanzieren. Über Eckpunkte hatte man sich kurz vor Weihnachten noch verständigt.

Gescheiterter Verkauf: BHF-Mitarbeiter leiden am meisten

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Die Deutsche Bank wird die BHF-Bank nicht los – der Deal mit der liechtensteinischen LGT Bank ist im letzten Moment gescheitert. Das ist ärgerliche für alle beteiligten Institute, aber dramatisch für die Mitarbeiter.

Doch der Poker um die Übernahme der Kosten und Risiken, die weder Käufer noch Verkäufer tragen wollten, dauerte länger als geplant. „Der Teufel steckt im Detail“, hatte es vor zwei Wochen in Verhandlungskreisen geheißen.

Vom Ziel eines Erlöses in Höhe des Buchwerts der BHF-Bank von rund 650 Millionen Euro hatte sich die Deutsche Bank längst verabschieden müssen. Zuletzt hatte die Fürstenbank LGT Kreisen zufolge knapp 400 Millionen Euro geboten. Sie wollte sich mit der BHF-Bank in Deutschland etablieren, nachdem es schwieriger geworden war, deutsche Millionäre nach Liechtenstein zu locken.

Sie wollte auch die Marke BHF erhalten, nachdem der eigene Name in Deutschland mit dem Steuerskandal um den früheren Post-Chef Klaus Zumwinkel in Misskredit geraten war.

Kommentare (2)

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aruba

18.04.2011, 10:54 Uhr

Guten Tag,.... Wer will schon dieses Kuckucksei? Besten Dank

Profit

18.04.2011, 11:31 Uhr

Die BHF-BANK war einmal eines der angesehensten Bankadressen in Deutschland. Wer hat sie zerstört? Antworten warten!

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