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07.07.2011

10:14 Uhr

Verhandlungen mit RHJ

Deutsche Bank nimmt neuen Anlauf für Verkauf der Tochter BHF

Erneute Wende: Nachdem die Deutsche Bank den Verkauf der BHF-Bank schon aufgegeben hatte, verhandelt sie nun mit dem Finanzinvestor RHJ International. Es gibt bereits Gerüchte über den Verkaufspreis.

Deutsche Bank stellt BHF zum Verkauf

Video: Deutsche Bank stellt BHF zum Verkauf

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FrankfurtDie Deutsche Bank unternimmt einen weiteren Versuch zum Verkauf der traditionsreichen BHF-Bank und hat einen neuen Interessenten an der Angel. Derzeit werde mit dem belgischen Finanzinvestor RHJ International (RHJI) exklusiv verhandelt, teilte die Deutsche Bank am Donnerstag in Frankfurt mit.

Chef von RHJ International ist der frühere Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard Fischer. Der ehemalige Investmentbanker will RHJI zu einem europäischen Finanzdienstleister entwickeln und hatte sich im vergangenen Jahr von der Commerzbank seine frühere Marke zurückgekauft: den britischen Vermögensverwalter Kleinwort Benson. Außerdem ist der Finanzinvestor, der zwischenzeitlich auch an dem Autobauer Opel interessiert war, an der Quirin Bank beteiligt.

Offenbar kann die Deutsche Bank mit einem Verkaufspreis von rund einer halben Milliarde Euro rechnen. Kleinwort Benson, die Banktochter des belgischen Finanzinvestors RHJ, sei bereit, diese Summe für die komplette Bank zu bieten, sagten zwei mit dem Prozess vertraute Personen am Donnerstag. RHJ und die Deutsche Bank wollten dazu nicht Stellung nehmen. Beide hatten zuvor exklusive Gespräche über den Verkauf der früheren Sal.-Oppenheim-Tochter BHF bestätigt. 500 Millionen Euro wären weniger als der Buchwert der BHF-Bank, aber etwas mehr als die Summe, die die liechtensteinische LGT Kreisen zufolge für die BHF-Bank geboten hatte.

Den BHF-Kauf will RHJI aus eigenen Mitteln und mit Hilfe von Co-Investoren stemmen, wie das Unternehmen in Brüssel mitteilte. Die BHF mit Hauptsitz in Frankfurt beschäftigt 1500 Mitarbeiter an 13 Standorten und hat ihre Schwerpunkte in der Vermögensverwaltung und im Geschäft mit wohlhabenden Kunden.

Das Institut gehört seit der Übernahme von Sal. Oppenheim im Jahr 2009 zum Deutsche-Bank-Konzern und stand von Anfang an auf der Verkaufsliste von Bankchef Josef Ackermann. Doch Interessenten gab es wenige, zudem sollen die Gebote weit unter dem von der Deutschen Bank veranschlagten Buchwert von 600 bis 650 Millionen Euro gelegen haben. Der nach langen Verhandlungen geplante Verkauf an die Liechtensteiner Bank LGT war im April dieses Jahres am Veto der Finanzaufsicht BaFin gescheitert. Damals kündigte die Deutsche Bank an, die BHF behalten zu wollen.

Kommentare (1)

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aruba

07.07.2011, 11:32 Uhr

Guten Tag,.... Lieber Gott mach dass die Deutsche Bank Aktie endlich ansteigt..... Verdammt noch mal. Besten Dank

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