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14.11.2013

16:15 Uhr

Verkauf der Anteile

Belgien steigt bei BNP Paribas Fortis aus

Nach der staatlichen Rettung wird ein Teil des zerschlagenen Finanzkonzern Fortis nun in französische Hände übergeben - unter das Dach der BNP Paribas. Das Geld kann der belgische Staat gut gebrauchen.

BNP Paribas Fortis steht künftig nicht mehr unter dem Schutz des Staates. Reuters

BNP Paribas Fortis steht künftig nicht mehr unter dem Schutz des Staates.

BrüsselDer hoch verschuldete belgische Staat bessert seinen Haushalt mit dem Verkauf weiterer Reste des zerschlagenen Finanzkonzerns Fortis auf. Die Regierung habe beschlossen, ihren Anteil von 25 Prozent an der Bank BNP Paribas Fortis an deren Hauptaktionär zu verkaufen, die französische Großbank BNP Paribas. Das teilten die Regierung und BNP Paribas am Mittwochabend in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel mit.

Unter dem Strich wird der Staat aus der Transaktion nach eigenen Angaben rund 900 Millionen Euro Gewinn erzielen. Der jüngste Verkauf bringt Belgien rund 3,25 Milliarden Euro ein. Dieser Betrag muss gegengerechnet werden gegen die Summe von 2,35 Milliarden Euro, die der Staat nach der Finanzkrise in die Rettung der Bank gesteckt hatte.

Die belgisch-niederländische Fortis-Gruppe war 2008 in der Finanzkrise ins Taumeln geraten und wurde teilweise verstaatlicht und aufgespalten. Der belgische Staat übernahm ein Viertel der Anteile, um den Zusammenbruch des Finanzkonzerns zu verhindern. 2009 stieg BNP Paribas ein und benannte die ehemalige Fortis Bank Belgium um.

Mit dem Verkauf will Belgien seine öffentliche Verschuldung verringern und unter die wichtige Marke von 100 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken. Der Schritt werde „dem belgischen Staat helfen, seine Ziele in Bezug auf die Staatsverschuldung zu erreichen“, begründete Belgiens Premier Elio Di Rupo den Schritt. BNP Paribas werde künftig Alleineigentümer sein.

Bereits im April hatte die belgische Regierung beschlossen, die Fortis-Auffangbank („Bad Bank“) namens Royal Park Investment für eine Milliarde Euro an die Investmentgesellschaft Lone Star zu verkaufen.

Von

dpa

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