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11.07.2011

07:43 Uhr

Verkauf der WestLB

Voigtländer gibt sich zuversichtlich

Die Zerschlagung und der Verkauf der WestLB rückt immer näher - jetzt gibt sich der Chef Dietrich Voigtländer zuversichtlich. Interessenten seien im Boot, außerdem eine Zustimmung der EU zum Rettungsplan wahrscheinlich.

WestLB Chef Voigtländer: "Jetzt bringen wir das Schiff in einen sicheren Hafen." Quelle: dpa

WestLB Chef Voigtländer: "Jetzt bringen wir das Schiff in einen sicheren Hafen."

MünchenDer Chef der angeschlagenen WestLB, Dietrich Voigtländer, gibt sich zuversichtlich für die Zerschlagung und den anschließenden Verkauf von großen Teil der Landesbank bis zum Sommer 2012. „Wir bereiten den Verkauf seit einiger Zeit vor, die Datenräume sind eingerichtet und geöffnet,“ sagte Voigtländer der „Süddeutschen Zeitung“. Der eine oder andere Interessent habe sich bereits gemeldet. „Ich bin zuversichtlich, dass wir gute Ergebnisse erzielen werden.“ Bis Mitte 2012 muss die Zerschlagung abgeschlossen sein.

Zudem geht der WestLB-Chef davon aus, dass auch die EU-Kommission dem Rettungsplan bald endgültig zustimmen wird. „Sie war zuletzt in die Verhandlungen eng eingebunden, sodass ich von einer grundsätzlichen Zustimmung zu dem Konzept aus Brüssel ausgehe,“ sagte Voigtländer. Er betonte auch, dass die Möglichkeit einer Insolvenz für die Düsseldorfer Landesbank nun vom Tisch sei. „Durch die Einigung von Ende Juni konnten weit schlimmere Alternativen abgewendet werden.“

Voigtländer will sein Amt nur bis Ende Juni 2012 ausüben. „Jetzt bringen wir das Schiff erst einmal in einen sicheren Hafen, gliedern die Verbundbank aus und organisieren den Verkaufsprozess. Dann ist meine Mission erfüllt, und ich bin um viele Erfahrungen reicher“, sagte er der Zeitung. Voigtländer ist seit 2008 bei der Düsseldorfer Landesbank und seit 2009 Vorstandsvorsitzender.

Der endgültige Umbauplan für die WestLB liegt seit einigen Tagen in Brüssel vor. Das Konzept sieht eine Aufspaltung der Bank in mehrere Teile vor. Zuvor hatten die Eigentümer der Bank - das sind das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassen - versucht, mit Alternativplänen die WestLB als Ganzes zu retten und damit möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Dies erwies sich bei den EU-Wettbewerbshütern aber als nicht genehmigungsfähig.

Von

dpa

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