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13.01.2010

07:01 Uhr

Verkauf

Oppenheim läuft die Zeit davon

VonPeter Köhler, Robert Landgraf

Die Gesellschafter von Sal. Oppenheim wollen den Verkauf der Privatbank an die Deutsche Bank bis Ende Februar abschließen. Einziger Unsicherheitsfaktor ist die EU-Wettbewerbskommission, die die Übernahme kartellrechtlich noch absegnen muss. Lincoln International soll Sal. Oppenheim beim Verkauf der Rest-Investmentbank helfen. Der Abschluss wird noch im Februar angestrebt.

Eingang von Sal. Oppenheim in Köln. Der Privatbank läuft die Zeit davon: Bis Februar soll der Verkauf an die Deutsche Bank stehen. Quelle: dpa

Eingang von Sal. Oppenheim in Köln. Der Privatbank läuft die Zeit davon: Bis Februar soll der Verkauf an die Deutsche Bank stehen.

FRANKFURT. Ende Februar ist gleichzeitig der geplante Abschlusstermin für die Veräußerung des Investment-Bankings. Spätestens bis dahin sollen einer oder mehrere Käufer für den verbliebenen Rest der Investmentbank gefunden werden. Ende vergangenen Jahres hatte die australische Bank Macquarie das Derivategeschäft erworben und dafür einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag bezahlt, wie Insider berichten.

Um beim Verkauf der Restaktivitäten im Investment-Banking erfolgreich zu sein, greift Sal. Oppenheim auf die Hilfe der Investment-Boutique Lincoln International zurück, berichten Branchenkreise. Die 220 Jahre alte Privatbank zieht damit Konsequenzen aus den gescheiterten Versuchen, den Verkauf in Eigenregie voranzutreiben. Im vergangenen Jahr waren zwei Anläufe gescheitert, in exklusiven Verhandlungen mit der italienischen Mediobanca und später mit Macquarie das gesamte Investment-Banking zu veräußern.

Lincoln soll beim Verkauf des Investment-Banking helfen

Besonders Institute, die im Mittelstand in Deutschland Fuß fassen oder ihre Aktivitäten ausbauen wollen, werden jetzt angesprochen. Mit Michael Drill an der Spitze von Lincoln gibt es einen intimen Kenner des Investment-Bankings von Sal. Oppenheim. Der heutige Lincoln-Chef arbeitete mehrere Jahre in einer führenden Position in diesem Bereich bei Sal. Oppenheim. Weder Sal. Oppenheim noch Lincoln wollten das Verkaufsmandat bestätigen.

Zu den Interessenten sollen etliche Privatbanken in Deutschland und ausländische Institute wie die amerikanische Investmentbank Jefferies zählen. Auch Macquarie könne sich den Kauf einzelner Teile vorstellen, berichten Finanzkreise. Das italienische Institut Mediobanca zeige dagegen kein Interesse mehr.

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