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29.08.2011

14:56 Uhr

Verkaufspläne

Hängepartie lähmt Westimmo im Neugeschäft

Die ungeklärte Situation des Immobilienfinanzierers Westimmo schlägt sich deutlich auf die Unternehmenszahlen nieder. Im ersten Halbjahr schrumpfte das Neugeschäft um 80 Prozent.

Noch gehört die Westimmo zur WestLB. dpa

Noch gehört die Westimmo zur WestLB.

FrankfurtDie monatelange Hängepartie bei seinem Verkauf macht den WestLB-Immobilienfinanzierer Westimmo fast handlungsunfähig. Weil sich das Mainzer Institut angesichts der ungewissen Zukunft nur noch schwer refinanzieren kann, vergab die Westimmo im ersten Halbjahr nur noch gut 50 Millionen Euro neue Kredite für gewerbliche Immobilienprojekte.

Einschließlich verlängerter Kredite lag das Neugeschäft mit 456 Millionen Euro bei nur einem Fünftel des Vorjahres-Volumens. Auch zum Jahresende werde das Neugeschäft deutlich unter Vorjahr liegen. Vorstandschef Peter Knopp drängte auf eine Entscheidung: Der Abschluss des Verkaufsprozesses und die Sicherheit über die künftige Eigentümerstruktur seien wesentliche Voraussetzungen für eine Fortsetzung des erfolgreichen Wegs der Bank.

Die WestLB hatte in der vergangenen Woche erklärt, sie wolle den geplanten Verkauf an den Finanzinvestor Apollo noch in diesem Jahr besiegeln. Darüber wird seit Juli exklusiv verhandelt. Apollo will sich mit der Pfandbriefbank eine Plattform für den Kauf weiterer Immobilienkredit-Portfolien schaffen. Der Vorsteuergewinn der Westimmo schrumpfte im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf 30 Millionen Euro. Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen, die die Wirtschaftsprüfer von allen deutschen Banken per Ende Juni verlangt hatten, schlugen dabei mit 29 Millionen Euro zu Buche.

Auf faule Kredite musste die Westimmo nur noch 7,9 (Vorjahr: 33) Millionen abschreiben. Eine Steuergutschrift trieb den Nettogewinn auf 44,6 (24,8) Millionen Euro. Auch zum Jahresende soll das Ergebnis positiv sein - sofern sich die Schuldenkrise in Europa und in den USA nicht verschärft.

Von

rtr

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