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28.02.2012

17:01 Uhr

Vermögensverwaltung

Deutsche Bank hat exklusiven Verhandlungspartner

Schon lange will die Deutsche Bank sich von großen Teilen ihrer Vermögensverwaltung trennen. Jetzt hat sie sich in Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf für einen exklusiven Verhandlungspartner entschieden.

Zentrale der Deutschen Bank: Deutschlands größtes Geldhaus will sich von seiner Vermögensverwaltungs-Sparte trennen. dpa

Zentrale der Deutschen Bank: Deutschlands größtes Geldhaus will sich von seiner Vermögensverwaltungs-Sparte trennen.

FrankfurtIn den Verkauf großer Teile der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank kommt Bewegung. Deutschlands größtes Geldhaus bestätigte am Dienstag exklusive Verhandlungen mit dem US-Finanzdienstleister Guggenheim Partners. Dabei geht es offenbar um einen Verkauf des Pakets als Ganzes mit einem verwalteten Vermögen von rund 400 Milliarden Euro und etwa 1500 Mitarbeitern. Zu Preisvorstellungen äußerte sich die Deutsche Bank nicht. Zuletzt war in Verhandlungskreisen ein Preis von 1,5 bis zwei Milliarden Euro als realistisch bezeichnet worden.

Guggenheim könnte seinen Kundenstamm mit dem Zukauf auf einen Schlag deutlich ausbauen. Aktuell verwaltet die Firma mit Sitz in New York und Chicago ein Vermögen von 125 Milliarden US-Dollar. Der Fokus liegt auf der Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden - von Versicherern bis hin zu Hedgefonds und reichen Familien. Damit gibt es etliche Schnittstellen zu dem Paket, das die Deutsche Bank im November ins Schaufenster gestellt hat. Es umfasst die Vermögensverwaltung für Versicherungen (Deutsche Insurance Asset Management) und andere institutionelle Kunden (DB Advisors) sowie die Immobilien- und Infrastrukturfondssparte RREEF. Auch das US-Geschäft der Publikumsfondsgesellschaft DWS, das nie so richtig in Schwung gekommen ist, könnte den Besitzer wechseln.

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Ausdrücklich ausgenommen ist dagegen die rentable DWS in Europa und Asien. Die Vermögensverwaltung gilt schon länger als Sorgenkind im Deutsche-Bank-Konzern. Trotz mehrerer Umbaumaßnahmen wirft die Sparte nicht die erhofften Erträge ab. Im Bieterverfahren tummelten sich Kreisen zufolge hauptsächlich Unternehmen aus den USA, aber auch die australische Bank Maquarie. Manche Bieter hatten lediglich Interesse an Teilen des Asset Managements bekundet, wohingegen die Deutsche Bank Insidern zufolge stets den Verkauf als Ganzes bevorzugte.

Von

rtr

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