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08.02.2012

06:15 Uhr

Vermögenswerte unterlegen

Regulierung belastet HSH

VonFrank Matthias Drost

ExklusivDurch die Umsetzung der EU-Eigenkapitalrichtlinie für Weiterverbriefungen ist das norddeutsche Institut besonders betroffen - auf die HSH Nordbank kommen höhere Belastungen zu, als gedacht.

Die HSH ist von der EU-Eigenkapitalrichtlinie besonders betroffen. dapd

Die HSH ist von der EU-Eigenkapitalrichtlinie besonders betroffen.

BerlinDie HSH Nordbank muss sich auf höhere Belastungen durch die Bankenregulierung einstellen. Das norddeutsche Institut gehört zu den Banken, die durch die Umsetzung der EU-Eigenkapitalrichtlinie für Weiterverbriefungen („CRD III“)  besonders betroffen sind. Die harte Kernkapitalquote wird sich um bis zu drei Prozentpunkte reduzieren. Das ist aus Sicht der HSH Nordbank  misslich, aber tragbar. „Auch mit einer Kernkapitalquote unter den Bedingungen von CRD III sind wir solide kapitalisiert und können unser Geschäft auch als Kreditgeber wie geplant umsetzen und weiterentwickeln“, sagte der Risiko- und Finanzvorstand Constantin von Oesterreich dem Handelsblatt. Die Bank weist darauf hin, dass der jüngste Stresstest der europäischen Bankaufsichtsbehörde Eba bereits nach den neuen Regularien berechnet wurde. Den  Test bestand die Bank mit einer  Kernkapitalquote von 9,6 Prozent.  Ohne CRD III läge die Quote bei 12,6 Prozent.

Die Betroffenheit der Bank durch CRD III hängt mit der in Deutschland einmaligen Absicherung der Bilanz zusammen, die die 2008  in Schieflage geratene Bank stabilisierte. Die Bank erhielt von den Mehrheitseignern nicht nur eine Kapitalspritze in Höhe von drei Milliarden Euro. Die damals 180 Milliarden Euro schwere Bilanz, zu der auch besicherte Wertpapiere gehören, wurde mit einer zehn Milliarden Euro schweren Garantie der Länder versehen, die mit einer Provision von vier Prozent jährlich vergütet wird. Mittlerweile wurde die Garantie auf sieben Milliarden Euro abgeschmolzen. Formal handelt es sich bei der Garantie um eine Verbriefung, die jetzt mit mehr Eigenkapital unterlegt werden muss. Waren für Verbriefungen bislang eine Eigenkapitalunterlegung von sieben Prozent erforderlich, so sind es künftig 20 Prozent.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

08.02.2012, 07:18 Uhr

Gewaltig geschrumpfte Bilanz, gewaltige Eigenkapitalzuführung der öffentlichen Hand, gewaltige Garantien der Eigentümer.
Da gibt es wirklich nichts zu feiern. Kein Wunder, dass die EK-Quote (knapp) erfüllt wird.
Interessanter wäre die Frage, wieviel Staatsgeld in der maroden Bank bis heute "verbrannt" wurde. Es dürften etliche Milliarden € sein.

Logo23

08.02.2012, 11:04 Uhr

Verbrannt wurde überhaupt nichts. Es wird ja alles, was als Kredit geflossen ist, getilgt. Und die Garantien werden gut verzinst. Es wird also ausgezeichnet verdient !
Ein super Investment !

Account gelöscht!

08.02.2012, 15:24 Uhr

Scherzbold!

Dümmliche Politsprüche sind überflüssig. Entgegen allen Behauptungen wurden bereits aus den Haushalten der Länder SH und HH mehr als 2 Mrd. € gezahlt. Das kann man aus den öffentlich zugänglichen Haushaltsplänen raus lesen, wenn man es versteht. Natürlich wurde nicht an die HSH direkt gezahlt, sondern über zwischengeschaltete Beteiligungsgesellschaften. Diese kriegten aucch über Zahre Zinszahlungen von den Ländern erstattet.

Der Senat der Hansestadt Hamburg hat öffentlich festgestellt, dass die Stadt Hamburg bisher einen Verlust von rund 1,7 Milliarden € erlitten hat. In Schleswig-Holstein dürfte es ein ähnlicher Betrag sein.

Weitere Milliardenlasten sind zu erwarten.

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