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11.01.2011

22:05 Uhr

Vermögenszuflüsse

Sal. Oppenheim schüttelt die Krise ab

Die Deutsche-Bank-Tochter Sal. Oppenheim hat 2010 trotz großer Umbauarbeiten wieder mehr Geld von wohlhabenden Kunden eingesammelt. Man habe die „Baustellenschilder“angeräumt. „Ab jetzt haben wir freie Fahrt“, erklärte Institutschef von Haller in einem Interview.

Sal. Oppenheim wird für das vergangene Jahr erneut einen Verlust ausweisen, der allerdings geringer ausfalle als die 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2009. dpa

Sal. Oppenheim wird für das vergangene Jahr erneut einen Verlust ausweisen, der allerdings geringer ausfalle als die 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2009.

HB FRANKFURT. Der sich schon zur Jahresmitte abzeichnende Trend zu positiven Nettozuflüssen bei den privaten Kundengeldern habe sich in den Folgemonaten fortgesetzt, sagte Institutschef Wilhelm von Haller der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (“FAZ“). „Wir haben unsere eigenen Erwartungen übertroffen.“ Die neuen Gelder stammten sowohl von neuen Klienten als auch aus dem Ausbau bestehender Kundenverbindungen.

Laut „FAZ“ wird Sal. Oppenheim für das vergangene Jahr erneut einen Verlust ausweisen, der allerdings geringer ausfalle als die 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2009. Im laufenden Jahr glaubt Haller an eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. „Durch die Anpassung unserer Organisations- und Kostenstruktur werden wir 2011 die Gewinnschwelle erreichen.“ Im Juli hatte Haller lediglich in Aussicht gestellt, der Gewinnschwelle 2011 „sehr nahe“ zu kommen. Haller peilt laut „FAZ“ zunächst einen Zuwachs bei den Kundengeldern von fünf Prozent pro Jahr an, mittelfristig sei ein Plus von zehn Prozent machbar.

Sal. Oppenheim war vor allem wegen der vielfältigen Verstrickung der Bank und ihrer Eigentümer mit dem pleitegegangen Handelskonzern Arcandor in Turbulenzen geraten, weshalb das traditionsreichen Institut an die Deutsche Bank verkauft wurde. Nach den Umbaumaßnahmen der vergangenen Monate will sich der Chef des auf Privatkunden spezialisierten Instituts nun jedoch wieder auf das Tagesgeschäft konzentrieren. „Auf unserer Weihnachtsfeier habe ich den Mitarbeitern gesagt, dass wir jetzt die Baustellenschilder abräumen“, sagte Haller. „Ab jetzt haben wir freie Fahrt."

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