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19.01.2007

17:57 Uhr

Versicherer auf Einkaufstour

Spanier greifen an

VonStefanie Müller

Mapfre, das größte spanische Versicherungsunternehmen, geht auf Einkaufstour – weltweit und in Europa. Dort wollen die Spanier im Schaden- und Unfallbereich schon bald unter die ersten fünf vorstoßen. In Deutschland will der Konzern in einem ersten Schritt im Industrieversicherungsmarkt wachsen.

MADRID. „Wir haben uns bisher vor allem auf Lateinamerika konzentriert, wo wir – Lebensversicherungen ausgenommen – Marktführer sind. Jetzt schauen wir uns nach Wachstumsmöglichkeiten in den USA, China und Europa um“, sagte Vizepräsident Domingo Sugranyes im Gespräch mit dem Handelsblatt. Derzeit verkauft der Versicherer seine Produkte außer in Spanien in zwölf lateinamerikanischen Ländern sowie in Portugal und Italien.



In Europa wollen die Spanier im Schaden- und Unfallbereich schon bald unter die ersten fünf vorstoßen; derzeit liegen sie auf Platz zehn, weltweit gesehen rangieren sie nach Börsenwert bisher nur im hinteren Mittelfeld. Eine Kapitalerhöhung um 3,45 Mrd. Euro sowie eine im vergangenen Jahr abgeschlossene Überführung des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit in die bereits an der Börse notierten Mapfre S.A. soll das schon bald ändern.



Durch die Umstrukturierung verdoppelte sich die Marktkapitalisierung bereits mit einem Schlag. „Die Finanzierung für ein aggressives Wachstum werden wir uns langfristig auch durch einen weiteren Verkauf von Anteilen der Mapfre-Stiftung sichern“, versichert Sugranyes. Diese kontrolliert derzeit 71 Prozent des Konzerns. Die Börsianer halten die Wachstumsstrategie des in Madrid ansässigen Konzerns offenbar für richtig – das lässt sich jedenfalls am Aktienkurs ablesen.



Bereits im vergangenen Jahr stieg der Kurs um 23 Prozent. „Wenn das so weitergeht, dann sind wir bald bei einer Marktkapitalisierung von über zehn Milliarden Euro“, sagt Sugranyes voraus. Der Investmentchef der spanischen Inversis Bank, Alberto Alonso, hat die Mapfre-Aktie wegen der guten Aussichten auf Kauf gesetzt: „Wir erwarten für dieses wie auch für das kommende Jahr ein im Branchenvergleich deutlich überdurchschnittliches Wachstum.“



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