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15.01.2010

17:18 Uhr

Versicherungen

Allianz will mehr auf alternative Anlagen setzen

Europas größter Versicherungskonzern Allianz will massiv in alternative Anlagen investieren. Chancen gebe es vor allem bei Anlageklassen wie Immobilien, Private Equity, Infrastruktur und erneuerbare Energien, hieß es.

Allianz-Firmenzentrale in München-Unterföhring. dpa

Allianz-Firmenzentrale in München-Unterföhring.

HB MÜNCHEN. Die Allianz will in den kommenden Jahren massiv in alternative Anlagen investieren. Chancen gebe es vor allem bei Anlageklassen wie Immobilien, Private Equity, Infrastruktur und erneuerbare Energien, sagte der für das Kapitalmarktgeschäft von Europas größtem Versicherer zuständige Vorstand Paul Achleitner am Freitag in München.

15 Mrd. Euro will der Dax-Konzern beispielsweise in den Immobilienbereich stecken. Der Bestand liegt hier bei acht Mrd. Euro. Weitere 15 Mrd. Euro sollen neu in den Private-Equity-Bereich fließen, zu denen auch Infrastruktur- und Erneuerbare-Energie-Projekte gerechnet werden. Damit würde sich das Volumen in diesem Feld verdoppeln.

Insgesamt legt die Allianz Versicherungsgelder von mehr als 400 Mrd. Euro an und muss auf dieses Portfolio eine für die Kunden gute und zugleich sichere Rendite einfahren. Die Münchner sehen sich daher als langfristig orientierter Investor und wollen im Jahr 4,5 bis fünf Prozent Rendite machen. Knapp zehn Prozent der Gelder stecken momentan in Aktien.

"Damit fühlen wir uns wohl", so Achleitner. Staatsanleihen würden weiter eine "sehr wichtige Rolle" spielen. Die jüngste Rallye an den Aktienmärkten basiere primär auf ersten Anzeichen für eine Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Weltwirtschaft sei aber weiterhin fragil, viele strukturelle Probleme trotz staatlicher Stützungsmaßnahmen nicht gelöst.

"Kurzfristig gibt es hohe Unsicherheiten." Mittelfristig müssten sich Investoren auf eine "neue Normalität" einstellen. Dazu gehöre eine größere Bedeutung Asiens und der großen Schwellenländer wie Russland, Brasilien, China und Indien - zulasten der USA. Zur "neuen Normalität" zählten ferner geringere Wachstumsraten der Weltwirtschaft und geringere Kapitalrenditen bei mittelfristigen Inflationsrisiken.

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