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03.02.2011

13:49 Uhr

Versicherungskonzern

R+V Versicherung steigert das Neugeschäft

VonMichael Detering

Der Versicherungskonzern R+V hat deutlich zulegen können. Das gilt vor allem für das Neugeschäft. So oder so zahlt sich der Vertrieb über die Volks- und Raiffeisenbanken offenbar für R+V aus.

Hauptsitz des Versicherungskonzerns R+V. R V

Hauptsitz des Versicherungskonzerns R+V.

FRANKFURT. Die R+V Versicherung ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Der Wiesbadener Versicherer steigerte die Bruttobeiträge um rund fünf Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. "Wir verzeichneten in allen Segmenten ein exzellentes Neugeschäft", sagte der Vorstandsvorsitzende Friedrich Caspers. Das Wachstum führte Caspers auch auf den Vertrieb über die Volks- und Raiffeisenbanken zurück. "Das Allfinanzmodell der genossenschaftlichen Finanzgruppe hat seine Stärke bewiesen", sagte Caspers.

In der Lebensversicherung lag der Neubeitrag mit 2,74 Milliarden Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die laufenden Beiträge stiegen um 13 Prozent auf 493 Millionen Euro, die Einmalbeiträge sanken um knapp vier Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Caspers stellte den Rückgang als eine bewusste Entscheidung dar: "Wir verzichten bewusst auf kurzfristige Anlagegeschäfte mit Laufzeiten von wenigen Jahren oder gar unter einem Jahr und setzen stattdessen auf nachhaltiges und langfristiges Wachstum."

Das Geschäft mit Einmalbeiträgen ist in der Branche umstritten, da das Geld in der Regel schnell wieder abgezogen werden kann. Kritiker monieren, dass die Versicherer damit die langfristige Stabilität aus dem Auge verlieren.

Die Sparte Krankenversicherung wuchs um knapp 14 Prozent. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf 254 Millionen Euro. Zum Jahresende waren 495.500 Personen bei R+V krankenversichert, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von acht Prozent.

In der Schaden- und Unfallversicherung steigerte sich der Versicherungskonzern um sechs Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Dank günstiger Wechselkurseinflüsse stiegen die Beiträge in der Rückversicherung um über 18 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

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