Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.05.2013

09:22 Uhr

Versicherungskonzern

Uniqa will mit Gewinnsprung Investoren überzeugen

Auch dank Einmaleffekten stieg der Vorsteuergewinn auf knapp das Doppelte. Mit den höheren Einnahmen soll die Expansion in Osteuropa finanziert werden – Zukäufe für bis zu 150 Millionen Euro sind möglich.

Andreas Brandstetter, Vorstandschef von Uniqa: Will innerhalb der nächsten 18 Monaten kleine und mittlere Zukäufe machen. Reuters

Andreas Brandstetter, Vorstandschef von Uniqa: Will innerhalb der nächsten 18 Monaten kleine und mittlere Zukäufe machen.

WienDer Versicherungskonzern Uniqa wirbt mit einem Gewinnsprung zu Jahresbeginn um die Gunst von Investoren für seine geplante Aktienplatzierung. Im ersten Quartal stieg der Vorsteuergewinn auch dank eines Einmaleffekts durch einen Hotelverkauf auf knapp das Doppelte und lag bei 117 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. "Das war ein sehr guter Start. Nach dem ersten Quartal haben wir etwas herzuzeigen", sagte Institutschef Andreas Brandstetter mit Blick auf den möglichen Börsengang. Ob dieser noch im laufenden Jahr oder erst 2014 stattfinden werde, ließ er offen. Das sei vor allem vom Kapitalmarktumfeld abhängig.

Durch den Verkauf von Aktien aus einer Kapitalerhöhung soll der Streubesitz des Unternehmens auf bis zu 49 von zuletzt 7,5 Prozent steigen. Die Einnahmen will Uniqa verwenden, um den geplanten Wachstumskurs in Osteuropa zu finanzieren. Dort halte die Versicherung weiterhin Ausschau nach kleineren bis mittleren Zukäufen mit einem Volumen von bis zu 150 Millionen Euro.

"Ich könnte mir vorstellen, dass das im Lauf der nächsten 18 Monate etwas wird", sagte Brandstetter zu Reuters. Größere internationale Versicherungskonzerne würden sich aus einigen Märkten der Region zurückziehen. Zudem planten auch lokale Eigentümer den ein oder anderen Verkauf. "Wir werden nicht um jeden Preis zukaufen", schränkte Brandstetter ein. Neue Beteiligungen müssten in bestehenden Märkten erfolgen und rasch profitabel werden.

Dank Börsenerholung: Österreichische Uniqa verdient mehr

Dank Börsenerholung

Österreichische Uniqa verdient mehr

Im vergangenen Jahr rutschte der Konzern in die roten Zahlen.

Bislang verdient Uniqa in Osteuropa nur einen geringen Teil ihres Gewinns: Im ersten Quartal schrumpfte das Vorsteuerergebnis - auch wegen eines erbitterten Preiskampfs in Rumänien - auf 1,7 von 4,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser Trend werde sich jedoch nicht fortsetzen, sagte Brandstetter.

"Ich bin sicher, dass wir das über das Jahr wieder aufholen werden. Das bereitet mir kein Kopfzerbrechen." Konzernweit soll der Vorsteuergewinn 2013 signifikant über dem Vorjahresergebnis von 205 Millionen Euro liegen, bekräftigte der Manager - vorausgesetzt die Kapitalmärkte brechen nicht ein.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×