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21.01.2011

15:23 Uhr

Versicherungskonzern

Viele Schäden belasten die Provinzial Nord-West

VonMichael Detering

Der öffentliche Versicherer Provinzial Nord-West hat 2010 deutlich höhere Einnahmen erzielt, muss allerdings für Frostschäden und Glatteisunfälle deutlich mehr Aufwendungen leisten. Das Wachstum ist nicht so groß wie beim größten öffentlichen Versicherer, der Versicherungskammer Bayern.

FRANKFURT. Die Provinzial Nord-West hat ihre Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert. Allerdings wird das Ergebnis des Versicherungskonzerns durch stark gestiegene Schadensaufwendungen deutlich belastet. "Wir haben 2010 in einem schwierigen Umfeld klaren Kurs gehalten und solide gewirtschaftet", sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Rüther.

In der Schaden- und Unfallversicherung lag der Konzern mit Sitz in Münster leicht über dem Marktniveau: Die Bruttobeiträge stiegen um ein Prozent auf 1,6 Milliarden Euro - das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als für den Markt erwartet wird.

Allerdings stiegen die Aufwendungen für eingetretene Schäden kräftig. Vor allem witterungsbedingte Schäden an Gebäuden, Großschäden durch Feuer sowie Leitungswasserschäden als Folge der langen Frostperioden trugen hierzu bei. Eine Vielzahl von Glatteisunfällen belastete die Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrtversicherung. Insgesamt stieg der Brutto-Schadenaufwand um rund elf Prozent. Trotzdem werde man in der Schaden- und Unfallversicherung mit "einem deutlich positiven Ergebnis abschneiden", sagte Rüther.

In der Lebensversicherung stiegen die Neubeiträge um rund sieben Prozent auf 645 Millionen Euro. Das ist ein weniger hohes Wachstum als im Branchenschnitt. Vorstandschef Rüther nannte als Grund die "bewusste Zurückhaltung im Geschäft gegen Einmalbeiträge".

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