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09.04.2016

09:23 Uhr

Verwicklung in Hypothekenkrise

Wells Fargo muss 1,2 Milliarden Dollar an US-Regierung zahlen

Die US-Großbank Wells Fargo muss wegen ihrer Verwicklung in die Hypothekenkrise 1,2 Milliarden Dollar an die US-Regierung zahlen. Die Bank erkannte an, bei der Vergabe von Krediten unverantwortlich gehandelt zu haben.

Wells Fargo einigte sich mit der US-Regierung auf eine Strafzahlung. Reuters

Wells Fargo

Wells Fargo einigte sich mit der US-Regierung auf eine Strafzahlung.

New York Altlasten aus der globalen Finanzkrise haben die US-Bank Wells Fargo eingeholt. 1,2 Milliarden Dollar (1,05 Milliarden Euro) muss die US-Großbank wegen ihrer Verwicklung in die Hypothekenkrise an die US-Regierung zahlen. Die Bank einigte sich mit der Regierung auf die Strafzahlung, um mehrere Rechtsverfahren wegen Versäumnissen im Zusammenhang mit faulen Immobilienkrediten beizulegen, wie das US-Justizministerium am Freitag mitteilte. Demnach erkannte Wells Fargo an, bei der Vergabe der Kredite unverantwortlich gehandelt zu haben.

Laut dem Justizministerium verschwieg die Bank den Behörden zwischen Mai 2001 und Dezember 2008, dass tausende ihrer Immobilienkredite faul waren. Als die Kreditnehmer diese Kredite während der US-Hypothekenkrise 2008 nicht mehr bedienen konnten, mussten die Steuerzahler dafür haften. Die Bank habe "fahrlässig" gehandelt, als sie die faulen Kredite nicht meldete in der Annahme, dass der Staat im Fall eines Kreditausfalls einspringen würde, kritisierte das Justizministerium.

Wells Fargo habe „riesige Gewinne“ aus den Krediten gezogen, während die Regierung einstehen musste, als die Kredite platzten, kritisierte der US-Staatsanwalt Preet Bharara. Die Bank erklärte, die Vereinbarung erlaube ihr, den Rechtsstreit hinter sich zu lassen. Sie habe für die Strafzahlung Rückstellungen gebildet. Vor Wells Fargo waren bereits eine Reihe von Großbanken wegen ihres Fehlverhaltens in der Hypothekenkrise zu Strafzahlungen gezwungen worden.

Von

afp

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