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19.01.2007

15:59 Uhr

Viertes Quartal

Citigroup hat ein Kostenproblem

Die weltgrößte Bank Citigroup hat im abgelaufenen Quartal dank eines höhren Umsatzes in ihren vier wichtigsten Geschäftssparten den Betriebsgewinn leicht gesteigert. Trotzdem hat die US-Bank weiterhin ein Kostenproblem.

HB NEW YORK. Netto blieb allerdings deutlich weniger in der Kasse als vor einem Jahr, weil der Konzern damals den Verkauf seiner Vermögensverwaltung verbucht hatte, wie die Citigroup am Freitag in New York mitteilte. Zudem stiegen die Kosten deutlich schneller als der Umsatz.

Der Betriebsgewinn kletterte um drei Prozent auf 5,13 Mrd. Dollar, während der Nettogewinn um gut ein Viertel auf 5,13 Mrd. Dollar fiel. Analysten hatten mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet. Mit einem Anstieg ihrer Einnahmen um 15 Prozent auf 23,83 Mrd. Dollar übertraf die Citigroup jedoch die Erwartungen der Wall Street um gut eine Milliarde Dollar. Dennoch hielten die Einnahmen nicht mit dem Anstieg der Betriebskosten Schritt, die um 23 Prozent zulegten. Für das abgelaufenen Geschäftsjahr kündigte die Bank eine höhere Dividende von 0,54 Dollar pro Aktie an, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Citigroup-Chef Charles Prince steht unter Druck, da Anleger und Analysten eine schärfere Kostenkontrolle und ein schnelleres Umsatzwachstum fordern. Dies gilt besonders für das angeschlagene US-Privatkundengeschäft, die wichtigste Citigroup-Sparte. Erst vor einem Monat kündigte Prince für dieses Jahr eine Halbierung der Investitionen an. Prince stellte am Freitag zudem eine Untersuchung der gesamten Kostenstruktur in Aussicht. Seit Prince im Oktober 2003 auf dem Chefsessel der Citigroup Platz genommen hat, blieb der Kursgewinn der Citigroup-Aktie deutlich hinter dem Branchentrend zurück.

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