Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.11.2015

09:50 Uhr

Von Deutsche Bank bis Goldman Sachs

Erträge bei Investmentbanken bleiben unter Druck

Ein Boom bei Fusionen und Übernahmen spült zwar viel Geld in die Kassen von Investmentbanken. Doch das Anleihegeschäft leidet – und auch ein besser laufendes Aktiengeschäft kann das nicht ausgleichen.

Eine der größten Banken der Welt: Die Branche sieht sich mit leicht schrumpfenden Erträgen im Investmentbanking konfroniert. AFP

JP Morgan

Eine der größten Banken der Welt: Die Branche sieht sich mit leicht schrumpfenden Erträgen im Investmentbanking konfroniert.

FrankfurtGroßbanken streichen unter anderem im Investmentbanking derzeit viele Stellen, etwa um sich auf einzelne Bereiche des Markts zu fokussieren. Ein Grund dafür: Die Einnahmen der weltweit zehn größten Investmentbanken werden einer Studie zufolge in diesem Jahr erneut sinken. Während das Geschäft mit der Fusions- und Übernahmeberatung sich sehr gut entwickelt, leidet der Wertpapierhandel unter dem Strich.

Zuwächse im Aktiengeschäft begrenzen den Rückgang im Geschäft ber voraussichtlich auf zwei Prozent, wie eine am Dienstag vorgestellte Umfrage der Beratungsfirma Coalition ergab. Der Handel mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen, der fast die Hälfte der Einnahmen von insgesamt 148 Milliarden Dollar beisteuert, werde etwa sieben Prozent einbüßen. Dagegen bringe das Aktiengeschäft rund zwölf Prozent mehr ein.

Die großen Rechtsrisiken der Investmentbanken (laut Moody's)

Barclays

Kapitalerhöhung 2008: Es geht um Ungereimtheiten bei der Kapitalerhöhung durch Investoren aus dem Nahen Osten, genauer um die Frage, ob gezahlte Gebühren korrekt veröffentlicht wurden. Altaktionäre blieben bei der Transaktion außen vor. Es ermitteln die britische Finanzaufsicht FCA, US-Justizministerium, SEC, und die britische Behörde für schwere Wirtschaftskriminalität SFO.

Handelssysteme: Hochfrequenzhändler sollen Einblicke in eigentlich anonyme Handelspositionen von anderen Kunden erhalten haben. Es ermitteln die US-Börsenaufsicht SEC und die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft.

HSBC

Geldwäsche: Geldwäsche-Vorwürfe und damit verbundene Sanktionsverstöße hält Moody`s für ein hohes Risiko für das britische Institut.

RBS

Verkauf toxischer US-Hypotheken: Die Royal Bank of Scotland hat dafür bereits 2,5 Milliarden Dollar zurückgelegt, Moody's hält aber eine endgültige Strafzahlung für wahrscheinlich, die „ein Vielfaches“ davon beträgt.

Deutsche Bank

Devisen: Es geht um Kursmanipulationen

Russlandgeschäft: Kunden sollen über die Russland-Tochter der Bank Schwarzgeld gewachsen haben.

Credit Suisse

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

UBS

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Goldman Sachs

US-Hypotheken und Asset Backed Securities: Die RMBS Working Group, eine Einheit des US-Justizministeriums, untersucht den Verkauf und die Bündelung von US-Schrotthypothekenkrediten, die zur Finanzkrise führten. Das führte zum Teil schon zu empfindlichen Strafen in der Branche.

Dieser Trend hat bereits dazu geführt, dass Aktienexperten zu begehrten Arbeitnehmern geworden sind. Ihre Gehälter steigen daher stärker als die der Händler von festverzinslichen Papieren.

Investmentbanken haben in den vergangenen Jahren vor allem in Europa wegen härterer Vorgaben der Aufseher, hoher Kosten für Gerichtsverfahren und der Marktschwankungen empfindliche Rückschläge hinnehmen müssen. In der Folge unterzogen sich Geldhäuser einem massiven Umbau, entließen Beschäftigte und stiegen aus einzelnen Geschäftsfeldern aus.

Bankerboni: Aktienhändler kassieren mehr Gehalt

Bankerboni

Aktienhändler kassieren mehr Gehalt

Die Wall Street ist zurück. In diesem Jahr steigt das Gehalt für Aktienhändler zum dritten Mal in Folge. Damit schlagen sie ihre Kollegen vom Bondmarkt in der wichtigsten Währung der Wall Street.

In der Studie berücksichtigt sind unter anderem die Deutsche Bank, Goldman Sachs, UBS, Credit Suisse, Morgan Stanley, JP Morgan, BNP Paribas, Barclays, Citi und Bank of America Merrill Lynch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×