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28.01.2011

12:01 Uhr

Vor Börsengang

La-Caixa-Gewinn sinkt

La Caixa ist die erste spanische Sparkasse, die auf Druck der Madrider Zentralregierung, vor dem Börsengang steht. Die Geschäftszahlen des Jahres 2010 sind dabei keine Hilfe.

Die La-Caixa-Zentrale in Barcelona: Die Sparkasse hat 2010 deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Quelle: Reuters

Die La-Caixa-Zentrale in Barcelona: Die Sparkasse hat 2010 deutlich weniger verdient als im Vorjahr.

BarcelonaIm Sog von Spaniens taumelnder Wirtschaft sank der Nettogewinn von La Caixa im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, wie das Institut am Freitag mitteilte. Die Sparkasse aus Barcelona gilt zwar als eine der stärksten der Branche, hat aber auch mit immer mehr faulen Krediten zu kämpfen. Das Institut will sich über den Börsengang einer neu geschaffenen Gruppe namens Caixa Bank frisches Kapital besorgen. Damit ist sie die erste regionale Sparkasse, die unter dem Reformdruck der Madrider Zentralregierung an die Börse strebt.

Die mehr als hundert Jahre alte Bank mit dem vom katalanischen Künstler Joan Miro gestalteten Stern als Logo ist eines der Flaggschiffe der spanischen Branche. Für den Sprung aufs Parkett bündelt La Caixa ihre Bankenaktivitäten in der bereits börsengelisteten Tochter Criteria. Die neue Caixa Bank könnte einem Analysten zufolge einen Marktwert von rund 32 Milliarden Euro erreichen, was etwa der Größe der französischen Bank Societe Generale entspricht.

Criteria stellte am Freitag für die Caixa Bank Zukäufe in Aussicht, erteilte aber neuen internationalen Bankallianzen vorerst eine Absage. Die La-Caixa-Anteile an dem Ölkonzern Repsol von 13 Prozent und dem Telekommunikationsriesen Telefonica von fünf Prozent bleiben demnach zudem im Portfolio. Ein Verkauf sei nicht geplant, betonte Criteria.

Mit 5300 Filialen und 27 000 Mitarbeitern ist die katalanische La Caixa eine der größten und stärksten Banken Spaniens. Sie gilt unter den "Cajas" als eine der wenigen regionalen Sparkassen, die reif für einen Börsengang ist. Den Rivalen in der in Spanien bedeutenden und in der Krise besonders gebeutelten Branche dürfte es deutlich schwerer fallen, sich am Markt Kapital zu beschaffen. Die relative Stärke von La Caixa bestätigte sich am Freitag erneut: Die Eigenkapitalquote erreichte Ende Dezember 8,6 Prozent, wie das Institut mitteilte.

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