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17.01.2015

12:18 Uhr

Vor Parlamentswahl

Griechische Banken fordern Liquiditätshilfe

In Griechenland haben die Banken wieder einmal eine Liquiditätshilfe beantragt. Die Maßnahme sei zur Vorbeugung vorbeugend gedacht, hieß es. In einer Woche entscheidet die Parlamentswahl über das Schicksal des Landes.

Eine Filiale der Agricultural Bank of Greece (ATE): Griechische Banken bitten um Hilfe bei der Liquidität. dpa

Eine Filiale der Agricultural Bank of Greece (ATE): Griechische Banken bitten um Hilfe bei der Liquidität.

AthenGut eine Woche vor den Parlamentswahlen in Griechenland haben vier Banken des Landes Anträge auf Liquiditätshilfe gestellt. Wie die Nachrichtenagentur ANA-MPA am Samstag unter Berufung auf Kreise aus dem Bankensektor meldete, ist die Maßnahme vorbeugend gedacht.

Bereits am Freitag hatten zwei der Geldhäuser diesen Schritt bestätigt. Der Antrag auf Liquiditätshilfe im Notfall bedarf der Zustimmung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Nationalbank, die Alpha Bank, die Eurobank und die Piraeus Bank wollen damit laut Bericht möglichen Kapitalengpässen zuvorkommen.

Aus Angst vor politischen Turbulenzen hatten die Griechen Ende 2014 rund drei Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. Weitere Gründe sind laut ANA-MPA die verstärkte Beteiligung der Banken am Kauf kurzfristiger griechischer Schuldtitel und Probleme von Kreditnehmern mit der Aufwertung des Schweizer Frankens.

Griechenland – Gefahrenherd für Europa?

Der ESM

Anders als zu Beginn der Krise, als Politiker auf hektischen Gipfeltreffen mit improvisierten Maßnahmen der Probleme Herr zu werden versuchten, verfügt die Eurozone heute über eine Institution, die speziell für die Rettung angeschlagener Mitglieder geschaffen wurde. Der Europäische Stabilitäts-Mechanismus (ESM) kann Staaten im Notfall mit bis zu 500 Milliarden Euro beispringen. Staaten können Hilfen auch beantragen, wenn Kapitallücken im Bankensystem klaffen.

Die Lage der anderen Krisenländer

Neben Griechenland mussten während der Eurozonen-Krise auch Portugal, Irland und Zypern unterstützt werden. Anders als damals gibt es heute aber keine auf der Hand liegenden Kandidaten mehr, auf die eine Krise überspringen könnte. Die Lage der Staatsfinanzen in Portugal und Irland hat sich deutlich verbessert, in Spanien wuchs die Wirtschaft zuletzt wieder kräftig. Nur bei den Schwergewichten Frankreich und Italien sind kaum Fortschritte beim Abbau des Haushaltsdefizits und den Strukturreformen zu verzeichnen.

Die EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Finanzmärkten klar gemacht, dass sie den Euro verteidigen will. Im Juli 2012 erklärte EZB-Präsident Mario Draghi, man werde „alles Erforderliche“ tun, um den Euro zu retten. Seitdem hat die EZB ihre Geldpolitik deutlich gelockert. Die Märkte erwarten, dass die EZB im ersten Quartal 2015 den breit angelegten Kauf von Staatsanleihen verkünden wird. Dank der Käufe dürften Euroländer ihre Haushalte zu besseren Konditionen finanzieren können. Das würde nicht nur Griechenland zugutekommen.

Das europäische Bankensystem

Beim Ausbruch der Eurozonen-Krise im Jahr 2010 fürchteten die Kapitalmärkte die Folgen einer griechischen Staatspleite für den europäischen Bankensektor. 2012 verzichteten private Gläubiger Griechenlands – darunter auch Banken – auf die Rückzahlung von 100 Milliarden Euro Schulden. Im Vergleich dazu sind Europas Banken heute nicht mehr so stark in Griechenland engagiert.

In Griechenland zeichnet sich am 25. Januar ein Regierungswechsel ab: Umfragen zeigen einen Vorsprung der Linkspartei Bündnis der radikalen Linken (Syriza) von Alexis Tsipras. Dieser strebt einen Schuldenschnitt und ein Ende der harten Sparpolitik an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

19.01.2015, 16:03 Uhr

In Griechenland haben die Banken wieder einmal eine Liquiditätshilfe beantragt. Die Maßnahme sei zur Vorbeugung vorbeugend gedacht, hieß es. In einer Woche entscheidet die Parlamentswahl über das Schicksal des Landes.

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Die Zukunft Griechenlandes sieht eher so aus :

1. Ausstieg aus dem EURO.

2. Einführung einer Neuer griechische Währung
( Hellas-Olimpius ? )

3. Auszahlung von pro Kopf in Griechenland von 100 Einheiten.

Schuldenrückzahlung ???

Schon der portugiesischer Politiker SOCRATES sagte zu den Portugieser man solle nicht glauben dass man je seine Staatsverschuldungen zurück bezahlen würde.







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