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Vorstände im Überblick

Das sind die neuen Lenker der Deutschen Bank

Christian Sewing ersetzt John Cryan an der Spitze der Deutschen Bank – nicht die einzige Umbesetzung im Vorstand von Deutschlands größtem Geldhaus.

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Christian Sewing, bisher Leiter des Privatkundengeschäfts, beerbt den Briten John Cryan an der Spitze des Instituts. Der aus Bielefeld stammende Sewing kündigte direkt nach seinem Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender an, „harte Entscheidungen“ im nach wie vor kriselnden Geldhaus treffen zu wollen. Mit Blick auf die Erträge müsse die Deutsche Bank ihre „Jägermentalität“ zurückgewinnen. Kein anderer Vorstand kennt die Bank so gut wie der 47-Jährige: Von seinen 29 Jahren Berufserfahrung stand er 27 Jahre lang im Dienste der Deutschen Bank. dpa

Christian Sewing

Christian Sewing, bisher Leiter des Privatkundengeschäfts, beerbt den Briten John Cryan an der Spitze des Instituts. Der aus Bielefeld stammende Sewing kündigte direkt nach seinem Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender an, „harte Entscheidungen“ im nach wie vor kriselnden Geldhaus treffen zu wollen. Mit Blick auf die Erträge müsse die Deutsche Bank ihre „Jägermentalität“ zurückgewinnen. Kein anderer Vorstand kennt die Bank so gut wie der 47-Jährige: Von seinen 29 Jahren Berufserfahrung stand er 27 Jahre lang im Dienste der Deutschen Bank.

Bild: dpa

Seit 2016 hat Karl von Rohr bereits eine Menge Arbeit: Der Arbeits- und Rechtsvorstand ist einer der Hauptverantwortlichen bei den Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank. Jetzt wird der studierte Jurist zusätzlich Vize von Sewing. Der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende ist seit 1998 bei der Deutschen Bank beschäftigt. dpa

Karl von Rohr

Seit 2016 hat Karl von Rohr bereits eine Menge Arbeit: Der Arbeits- und Rechtsvorstand ist einer der Hauptverantwortlichen bei den Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank. Jetzt wird der studierte Jurist zusätzlich Vize von Sewing. Der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende ist seit 1998 bei der Deutschen Bank beschäftigt.

Bild: dpa

Zum neuen Stellvertreter des Vorstandschefs wird Garth Ritchie befördert. Gleichzeitig wird der Südafrikaner alleinverantwortlich für den Bereich Unternehmens- und Investmentbanking. Zuletzt hatte er diese Sparte gemeinsam mit Vize-Vorstandschef Marcus Schenck geführt. Dieser wird die Deutsche Bank jedoch verlassen. Ritchie arbeitet seinem Profil beim Karriereportal LinkedIn zufolge seit 1996 für die Bank. „Die Strategie im Investmentbanking bleibt die Achillesferse der Deutschen Bank“, sagt UBS-Analyst Daniele Brupbacher. Screenshot CNBC

Garth Ritchie

Zum neuen Stellvertreter des Vorstandschefs wird Garth Ritchie befördert. Gleichzeitig wird der Südafrikaner alleinverantwortlich für den Bereich Unternehmens- und Investmentbanking. Zuletzt hatte er diese Sparte gemeinsam mit Vize-Vorstandschef Marcus Schenck geführt. Dieser wird die Deutsche Bank jedoch verlassen. Ritchie arbeitet seinem Profil beim Karriereportal LinkedIn zufolge seit 1996 für die Bank. „Die Strategie im Investmentbanking bleibt die Achillesferse der Deutschen Bank“, sagt UBS-Analyst Daniele Brupbacher.

Bild: Screenshot CNBC

Kimberly „Kim“ Hammonds zog 2016 in den Vorstand ein – wird die Bank jedoch am 24. Mai wieder verlassen. Die Amerikanerin erhielt den Titel „ Chief Operating Officer“ und war vor allem für die Modernisierung der technischen Infrastruktur der Bank zuständig. Boeing PR

Kimberly „Kim“ Hammonds

Kimberly „Kim“ Hammonds zog 2016 in den Vorstand ein – wird die Bank jedoch am 24. Mai wieder verlassen. Die Amerikanerin erhielt den Titel „Chief Operating Officer“ und war vor allem für die Modernisierung der technischen Infrastruktur der Bank zuständig.

Bild: Boeing PR

Stuart Lewis ist nach wie vor Risikovorstand. Zu seinen Aufgaben als „Chief Risk Officer“ zählt es, dass die Bank im Wertpapierhandel und Kreditgeschäft keine zu großen Wagnisse eingeht.

Stuart Lewis

Stuart Lewis ist nach wie vor Risikovorstand. Zu seinen Aufgaben als „Chief Risk Officer“ zählt es, dass die Bank im Wertpapierhandel und Kreditgeschäft keine zu großen Wagnisse eingeht.

Sylvie Matherat rückte ebenfalls 2016 in den Vorstand ein. Die Französin war einst Direktoriumsmitglied der französischen Zentralbank und trägt den Titel „ Chief Regulatory Officer“. Damit ist sie für die Kontaktpflege zu Aufsichtsbehörden zuständig. Das Ressort Matherats umfasst auch die Regeleinhaltung („Compliance“) und den Kampf gegen die Finanzkriminalität. Mit Matherat und Hammonds zogen nach fast zwanzig Jahren wieder Frauen in den Vorstand der Deutschen Bank ein. Vor ihnen hatte Ellen Schneider-Lenné von 1988 bis 1996 dem Gremium angehört. PR

Sylvie Matherat

Sylvie Matherat rückte ebenfalls 2016 in den Vorstand ein. Die Französin war einst Direktoriumsmitglied der französischen Zentralbank und trägt den Titel „Chief Regulatory Officer“. Damit ist sie für die Kontaktpflege zu Aufsichtsbehörden zuständig. Das Ressort Matherats umfasst auch die Regeleinhaltung („Compliance“) und den Kampf gegen die Finanzkriminalität. Mit Matherat und Hammonds zogen nach fast zwanzig Jahren wieder Frauen in den Vorstand der Deutschen Bank ein. Vor ihnen hatte Ellen Schneider-Lenné von 1988 bis 1996 dem Gremium angehört.

Bild: PR

Die Finanzen behält James von Moltke im Blick. Er stimmte zuletzt vorsichtige Töne an. Die Furcht vor schwachen Zahlen in den besonders wichtigen ersten drei Monaten des Jahres hatte den Aktienkurs in den vergangenen Wochen einbrechen lassen. Die Quartalszahlen veröffentlicht das Institut am 26. April. Reuters

James von Moltke

Die Finanzen behält James von Moltke im Blick. Er stimmte zuletzt vorsichtige Töne an. Die Furcht vor schwachen Zahlen in den besonders wichtigen ersten drei Monaten des Jahres hatte den Aktienkurs in den vergangenen Wochen einbrechen lassen. Die Quartalszahlen veröffentlicht das Institut am 26. April.

Bild: Reuters

Am 23. März ging die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank an die Börse. Seit Oktober 2016 ist Nicolas Moreau DWS-Chef – und das bleibt er auch. Sein Vertrag läuft noch bis Herbst 2019. dpa

Nicolas Moreau

Am 23. März ging die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank an die Börse. Seit Oktober 2016 ist Nicolas Moreau DWS-Chef – und das bleibt er auch. Sein Vertrag läuft noch bis Herbst 2019.

Bild: dpa

Werner Steinmüller ist das erste Vorstandsmitglied mit Sitz in der Region Asien-Pazifik. Sein offizieller Titel: „ Chief Executive Officer Asia Pacific“. Seit rund 27 Jahren arbeitet Steinmüller für die Deutsche Bank. PR

Werner Steinmüller

Werner Steinmüller ist das erste Vorstandsmitglied mit Sitz in der Region Asien-Pazifik. Sein offizieller Titel: „Chief Executive Officer Asia Pacific“. Seit rund 27 Jahren arbeitet Steinmüller für die Deutsche Bank.

Bild: PR

Zu den Gewinnern des Revirements im Vorstand der Deutschen Bank gehört Frank Strauß, der durch die Beförderung Sewings alleiniger Chef der Privatkundensparte der Bank wird. Der Bankkaufmann und ehemalige Eishockeyspieler bleibt gleichzeitig Vorsitzender der Postbank, die seit 2015 eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank ist. Zwischen 2003 und 2005 baute Strauß das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank von Mumbai aus in Indien, Vietnam und China auf. Bloomberg

Frank Strauß

Zu den Gewinnern des Revirements im Vorstand der Deutschen Bank gehört Frank Strauß, der durch die Beförderung Sewings alleiniger Chef der Privatkundensparte der Bank wird. Der Bankkaufmann und ehemalige Eishockeyspieler bleibt gleichzeitig Vorsitzender der Postbank, die seit 2015 eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank ist. Zwischen 2003 und 2005 baute Strauß das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank von Mumbai aus in Indien, Vietnam und China auf.

Bild: Bloomberg

Bislang hat Marcus Schenck gemeinsam mit Ritchie das Investmentbanking geleitet. Während der Südafrikaner in der Hierarchie aufsteigt, verlässt Schenck Ende Mai das Geldhaus. Schenck wollte im Investmentbanking noch stärker in die Offensive und den Bereich vergrößern. Nach seinem Ausscheiden aus der Bank verbleiben zehn von elf Köpfen im Vorstand. dpa

Marcus Schenck

Bislang hat Marcus Schenck gemeinsam mit Ritchie das Investmentbanking geleitet. Während der Südafrikaner in der Hierarchie aufsteigt, verlässt Schenck Ende Mai das Geldhaus. Schenck wollte im Investmentbanking noch stärker in die Offensive und den Bereich vergrößern. Nach seinem Ausscheiden aus der Bank verbleiben zehn von elf Köpfen im Vorstand.

Bild: dpa

Aufsichtsratschef Paul Achleitner hat mit der Beförderung Sewings viel Aufsehen erregt. Nach der chaotischen Führungsdebatte, die am Sonntagabend in einem dreistündigen Call in offenbar hitziger Atmosphäre gipfelte, wächst die Kritik an dem 61-Jährigen. Im Kontrollgremium hat Achleitner nicht mehr die volle Unterstützung. „Als Aufsichtsratschef war er eng in die Entwicklung der Strategie der Bank eingebunden und ist damit mitverantwortlich für eine Reihe von Kehrtwenden, zum Beispiel im Privatkundengeschäft und im Asset-Management“, sagte Hans-Christoph Hirt, Chef des Aktionärsberaters Hermes EOS. AFP

Paul Achleitner

Aufsichtsratschef Paul Achleitner hat mit der Beförderung Sewings viel Aufsehen erregt. Nach der chaotischen Führungsdebatte, die am Sonntagabend in einem dreistündigen Call in offenbar hitziger Atmosphäre gipfelte, wächst die Kritik an dem 61-Jährigen. Im Kontrollgremium hat Achleitner nicht mehr die volle Unterstützung. „Als Aufsichtsratschef war er eng in die Entwicklung der Strategie der Bank eingebunden und ist damit mitverantwortlich für eine Reihe von Kehrtwenden, zum Beispiel im Privatkundengeschäft und im Asset-Management“, sagte Hans-Christoph Hirt, Chef des Aktionärsberaters Hermes EOS.

Bild: AFP

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