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28.11.2012

12:38 Uhr

Vorwurf der Bilanzfälschung

LBBW-Vorstände sehen Anklage gelassen entgegen

Michael Horn und Hans-Joachim Strüder werden wegen Bilanzfälschung angeklagt. Dokumente der Landesbank sollen frisiert worden sein. Dennoch glauben die beiden Vorstände der LBBW nicht an ein Verfahren.

Gegen zwei amtierende und fünf Ex-Vorstände der LBBW hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage erhoben. dpa

Gegen zwei amtierende und fünf Ex-Vorstände der LBBW hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage erhoben.

Stuttgart/MainzDie LBBW-Vorstände Michael Horn und Hans-Joachim Strüder blicken der Anklage wegen Bilanzfälschung gelassen entgegen. „Die Betroffenen sind zuversichtlich, dass das Verfahren nicht eröffnet werden wird“, ließen die Manager am Mittwoch über die Mainzer Rechtsanwaltskanzlei Knierim & Kollegen verbreiten. Gleichzeitig zeigten sie sich in dem Schreiben erleichtert über das Ende der Untreuevorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart war auch dem Verdacht nachgegangen, wonach die LBBW-Manager ihre Pflichten im Zusammenhang mit Investitionen in den US-Immobilienmarkt verletzt haben sollen. Neben den beiden amtierenden Vorständen Horn und Strüder gelten sowohl die Einstellung der Untreuevorwürfe als auch die Anklageerhebung wegen Bilanzfälschung für fünf Ex-Vorstände.

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Im Gesamtjahr will die Landesbank beim Ergebnis jedoch zulegen.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erhob vor dem Landgericht Stuttgart Anklage gegen die fünf Männer, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Fälschungsvorwürfe lauten auf „Unrichtige Darstellung“ sowie „Verletzung der Berichtspflicht“ und können drei Jahre Gefängnis oder Geldstrafen nach sich ziehen. Es geht der Mitteilung zufolge um Geschäftsabschlüsse der Jahre 2005, 2006 und 2008.

Die Anklage richtet sich zudem auch gegen zwei Mitarbeiter des Geldhauses und gegen Pricewaterhouse-Coopers (PwC), Deutschlands größte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Deren Bilanzexperten bescheinigten in der Vergangenheit als Kontrollinstanz - so wie es bei großen Unternehmen vorgeschrieben ist - die Korrektheit der LBBW-Geschäftsberichte. Darin wähnt die Staatsanwaltschaft Fehler.

Nach ihrer Überzeugung sind Teile der Dokumente über das finanzielle Innenleben des Kredithauses frisiert. Es geht dabei um Risiken, die sich aus dem Geschäftsleben der Bank ergeben könnten.

Baden-Württembergs Landesbank LBBW wird von drei Eignern getragen: Dem Land selber, der Stadt Stuttgart und dem baden-württembergischen Sparkassenverband. Das Kreditinstitut wurde im Strudel der Finanzkrise mit Milliardenbeträgen über Wasser gehalten. Im Gegenzug für diese öffentlichen Hilfen verordnete die EU der LBBW eine Schrumpfkur. Damit soll sie sich auf das risikoärmere Kundengeschäft konzentrieren und die Gefahr des heiklen Investmentbankings meiden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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General-Investigation

29.11.2012, 00:55 Uhr

Diese aalglatten Schmierlappen sollte man für den Rest des Lebens hinter Gitter stecken, wo sie selbst für Ihren Lebensunterhalt körperlich arbeiten sollten.
Florida hat da eine wunderschöne Idee, wie man Gemeinden bei der Instandhaltung von Straßen und Anlagen im Zusammenhang instand hält. Schöne Orangefarbene Kombis, mit Stahlketten an seinen Arbeitskollegen gebunden (wobei der begriff Mitarbeiterbindung eine völlig neue Bedeutung bekommt)und gemeinsam von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang die Pflegearbeit gemacht. So haben sie frische Luft, bringen tatsächlich mal Leistung, die sie als sogenannte Leistungsträger nur in krimineller Hinsicht erbracht haben, und können mal so richtig ein Stück Brot genießen. Da wird selbst Wasser zu einem wirklichen kostbarem Gut.

Ich denke, wir sollten ihnen die Chance geben und erst einmal die nächsten 10 Jahre unter solch herrlichen Bedingungen zu leben. Man hat keinen Stress mehr, muß keine Überstunden machen (bringt ja auch nichts wenn man doch schon 14 Stunden arbeitet), hat Zeit zum nachdenken, wenn man denn nicht schon völlig übermüdet eingeschlafen ist.

Unsere Gemeinden, die Städte und den Steuerzahler wird es freuen. Natürlich ist das ganze kostenlos für die Gemeinden und die Versorgung nach dem Vorbild der Tafeln in Deutschland erfolgen - klar sollte sein, das man dort Selbstversorger ist im Sinne von selbst kochen, waschen und alles andere. Irgendjemand wird schon Haare schneiden können, und wenn nicht, kann man sich auch kahl scheren lassen, was solls.

Jeder kleine Hühnerdieb wird Jahrelang weggesperrt, und diese miesen Charaktere werden vermutlich eine hohe Geldstrafe zahlen um das Verfahren einstellen zu lassen.
Solche Schädlinge gehören weggesperrt und nach der Entlassung mit einem Berufsverbot belegt. Wer sich erinnert: In den 1970er Jahren wurden Lehrer und Anwälte mit Berufsverboten belegt, weil sie lediglich die falsche Meinung hatten. Hier wird der Steuerzahler betrogen, und zwar mit ganz bewusster Absicht!

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