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26.07.2016

03:10 Uhr

Vorwurf der Täuschung

Deutsche Bank muss in den USA vor Gericht

Vorfälle aus dem Vorfeld der Finanzkrise lassen die Deutsche Bank nicht zur Ruhe kommen. Eine US-Richterin ließ eine Klage teilweise zu, bei der es um Risikoverheimlichung geht – bei einer Milliardeninvestition.

Logo der Deutschen Bank in Frankfurt: In New York konnte sich das Geldinstitut mit einem Antrag auf Klageabweisung nicht durchsetzen. dpa

Deutsche Bank

Logo der Deutschen Bank in Frankfurt: In New York konnte sich das Geldinstitut mit einem Antrag auf Klageabweisung nicht durchsetzen.

New YorkDie Deutsche Bank muss sich in den USA vor Gericht gegen weitere Vorwürfe verantworten, im Vorfeld der Finanzkrise Risiken im Zusammenhang mit dem Hypothekenmarkt verheimlicht zu haben. Das zuständige Bezirksgericht von Manhattan erteilte am Montag dem Antrag des Instituts, eine entsprechende Klage abzuweisen, in Teilen eine Absage.

Die Industriemetallfirma Belmont Holdings und zwei Einzelpersonen werfen dem Geldhaus vor, beim Erwerb von Vorzugspapieren im Volumen von insgesamt 5,4 Milliarden Dollar getäuscht worden zu sein. Wäre ihnen das Risiko genau bewusst gewesen, hätten sie die Papiere womöglich nicht gekauft, bevor diese im Wert um fast zwei Drittel eingebrochen seien.

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Was die Wertpapiere im Volumen von etwa 2,55 Milliarden Dollar angehe, die zwischen November 2007 und Februar 2008 an die Investoren verkauft worden seien, so müsse die Bank sehr wohl vor Gericht Stellung beziehen, befand Richterin Doborah Batts laut den Gerichtsunterlagen jetzt. Den Teil der Klage mit Bezug zu Wertpapieren im Volumen von 2,9 Milliarden Dollar, die im Mai sowie Juli 2007 und im Mai 2008 verkauft wurden, ließ sie allerdings nicht zu.

Eine Deutsche-Bank-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Anwalt der Klageseite war zunächst nicht erreichbar.

Von

rtr

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