Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.06.2016

19:13 Uhr

Warnstreik bei der DZ Bank

Im Regen stehen

VonElisabeth Atzler

Verdi will mehr Mitsprache bei der DZ Bank. Die Gewerkschaft ringt um einen Haustarifvertrag. Zum Warnstreik bei Schmuddelwetter kommt aber nur ein Bruchteil der Mitarbeiter.

Zum Warnstreik kam nur ein Bruchteil der Mitarbeiter.

DZ Bank

Zum Warnstreik kam nur ein Bruchteil der Mitarbeiter.

Frankfurt „Ich sehe nicht nur Regenschirme, ich auch Menschen“, stellte Verdi-Vorstand Christoph Meister gleich am Anfang fest. Er machte denjenigen, die gekommen sind, Mut: „Ich finde es gut, dass Sie heute hier sind.“ Manche Bewegungen hätten mit weniger Menschen begonnen.

Meister, bei Verdi zuständig für Finanzdienstleister, selbst war eigens nach Frankfurt gereist, um seine Kollegen bei der DZ Bank zu unterstützen. Zum „Auftakt einer langen Kampagne“, wie er sagte. „Da müssen wir durch.“ Es gebe dabei auch Enttäuschungen.

DZ Bank: Knatsch zwischen Belegschaft und Vorstand

DZ Bank

Premium Knatsch zwischen Belegschaft und Vorstand

Der Betriebsrat der DZ Bank wirft dem Vorstand vor, er verzögere die Verhandlungen zum Interessenausgleich wegen des geplanten Stellenabbaus. Für die Arbeitnehmer und ihre Vertreter steht einiges auf dem Spiel.

Damit dürfte er darauf angespielt haben, dass am Donnerstagmorgen nur rund 250 DZ-Bank-Mitarbeiter dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt waren. Sie standen im Nieselregel vor dem genossenschaftlichen Spitzeninstitut, während ihre Kollegen – die Bank hat insgesamt 4500 Mitarbeiter - wie gewöhnlich in die Büros gingen.

Die Gewerkschaft ringt um einen Haustarifvertrag bei der DZ Bank und stößt beim Management auf Ablehnung. Unter anderem will Verdi eine bessere betriebliche Altersversorgung erreichen. Die Auseinandersetzung kommt für das Geldhaus zur Unzeit. Es steckt mitten in den Vorbereitungen der Fusion mit dem zweiten, kleineren Spitzeninstitut, der Düsseldorfer WGZ Bank. Die beiden Geldhäuser, die Zentralbanken der rund tausend deutschen Volks- und Raiffeisenbanken sind, wollen zum 1. August verschmelzen. Damit entsteht die drittgrößte deutsche Geschäftsbank.

Die Bank sieht „keine Notwendigkeit“, darüber mit einer Gewerkschaft zu verhandeln, wie sie mitteilte. Man habe in der Vergangenheit immer gute innerbetriebliche Regelungen vereinbart. Das Kreditinstitut weist zudem darauf hin, dass es Mitglied im Arbeitgeberverband der Genossenschaftsbanken ist und dass dieser über Tarifverträge mit den kleineren Gewerkschaften DBV und DHV verfüge.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×