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21.07.2014

17:39 Uhr

Wechselkursmanipulationen

Britische Behörden ermitteln gegen Banken

Mit fünf Billionen Handelsvolumen am Tag gilt der Devisenhandel als größter Finanzmarkt der Welt. Banker sollen ihn unfair manipuliert haben. Nun beginnt die britischen Generalstaatsanwaltschaft mit ihren Ermittlungen.

Die Manipulationen im Devisenhandel sind nur einer der vielen Skandale, die die Bankbranche in den vergangenen Monaten erschütterten. Bereits wegen Manipulationen beim Referenzzinssatz Libor mussten unter anderem Deutsche Bank und die britische Barclays zu hohen Strafen zahlen. dpa

Die Manipulationen im Devisenhandel sind nur einer der vielen Skandale, die die Bankbranche in den vergangenen Monaten erschütterten. Bereits wegen Manipulationen beim Referenzzinssatz Libor mussten unter anderem Deutsche Bank und die britische Barclays zu hohen Strafen zahlen.

LondonWegen mutmaßlicher Manipulationen beim Handel mit Fremdwährungen ermittelt jetzt auch das Betrugsdezernat der britischen Generalstaatsanwaltschaft. Die Untersuchung sei am Montag eröffnet worden, teilte die Behörde mit. Weltweit laufen seit rund zwei Jahren Ermittlungen gegen Banken, einige Häuser fahnden in den eigenen Reihen nach Regelverstößen.

Es geht um die Frage, ob Devisenhändler gesetzwidrig Informationen ausgetauscht haben, um Kurse zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Mehrere Großbanken haben deshalb schon Devisenhändler entlassen, darunter die Commerzbank und die Deutsche Bank.

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Bereits wegen Manipulationen beim für die Branche wichtigen Referenzzinssatz Libor waren unter anderem die Deutsche Bank und die britische Barclays zu hohen Strafen verurteilt worden. Der Verdacht im Währungshandel könnte besonders große Sprengkraft haben.

Der Devisenhandel gilt mit einem täglichen Volumen größter Finanzmarkt der Welt. Ein großer Teil der Geschäfte läuft dabei zwischen Finanzunternehmen über ihre Händler und ist wenig transparent. Pro Tag wechseln weltweit Devisen im Volumen von rund 5,3 Billionen Dollar den Besitzer. Die Referenzkurse, die einmal am Tag festgestellt werden, dienen Unternehmen und großen Profi-Anlegern wie etwa Investmentfonds als Basis für ihre Währungsgeschäfte.

Zahlreiche Banken, darunter die Deutsche Bank, Lloyds, Citigroup, Barclays und JP Morgan Chase haben im Zusammenhang mit Manipulationsvorwürfen personelle Konsequenzen bei Devisenhändlern gezogen.

Barclays hatte im Juni 2012 als erstes Institut eine Buße von 450 Millionen Dollar für die Manipulation des Referenz-Zinssatzes Libor aufgebrummt bekommen, der Grundlage für unzählige Finanzgeschäfte ist.

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