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08.11.2013

17:13 Uhr

Wegen Konzernumbau

LBB trotz guter Geschäfte 2013 im Minus

Die Landesbank Berlin verlängert den Vertrag mit ihrem Chef Johannes Evers um fünf Jahre. Im Gesamtjahr wird die LBB vor Steuern rote Zahlen schreiben. Und das könnte bis zum Jahr 2015 auch so bleiben.

Der Vertrag von LBB-Chef Johannes Evers wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Reuters

Der Vertrag von LBB-Chef Johannes Evers wurde um weitere fünf Jahre verlängert.

BerlinDer Konzernumbau drückt die Landesbank Berlin 2013 in die Verlustzone. Im vierten Quartal werde die LBB wegen des Umbaus Rückstellungen über 275 Millionen Euro bilden und deshalb im Gesamtjahr vor Steuern rote Zahlen schreiben, teilte der sparkasseneigene Konzern am Freitag mit.

Operativ hingegen laufe das Geschäft besser. Hier sei der Gewinn vor Steuern nach den ersten neun Monaten auf 122 Millionen Euro gestiegen, nach 115 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nach Steuern sackte der Nettogewinn bis einschließlich Ende September leicht auf 81 (VJ: 90) Millionen Euro.

Der Vertrag von LBB-Chef Johannes Evers wurde um weitere fünf Jahre verlängert, hieß es. Zudem habe der Aufsichtsrat dem Verkauf von Teilen des Kapitalmarktgeschäfts und des Fondsgeschäfts an die Dekabank zugestimmt.

LBB-Aufsichtsratschef und Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hatte bereits im Oktober in einem internen Brief angekündigt, dass die Sparkassen als LBB-Eigner eine weitere Abschreibung auf ihr Investment vornehmen müssten. Der DSGV-Chef hatte auch betont, die LBB werde in diesem Jahr einen Verlust einfahren und in den nächsten drei Jahren keine Dividende ausschütten.

Finanzkreisen zufolge wird die Landesbank bis einschließlich 2015 keinen Gewinn machen. Dies gehe aus der Mittelfristplanung für den sparkasseneigenen Konzern hervor, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von mehreren Personen aus dem Umfeld der Bank, die mit den Daten vertraut sind.

„Operativ läuft es durchgehend positiv“, sagte ein Insider. Nach Abzug der Kosten vor allem für den Umbau zur Hauptstadtsparkasse bleibe unterm Strich aber jeweils ein Verlust. „Es wird bis 2015 allmählich besser, aber die Bank schafft dann noch keine schwarzen Zahlen“, fügte eine andere Person hinzu. Die Bank kommentierte dies nicht. Ein Sprecher sagte dazu nur, im Zuge des Umbaus werde die Planung angepasst.

Von

rtr

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