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19.08.2014

13:34 Uhr

Wegen niedriger Zinsen

Ost-Sparkassen senken Gewinnprognose

Wegen steigender Kosten und niedriger Zinsen rechnen die ostdeutschen Sparkassen mit einem schwachen Betriebsergebnis für das laufende Jahr. Trotz guter Geschäfte im ersten Halbjahr wird die Jahresprognose gesenkt.

Die Sparkassen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt senken die Jahresprognose. dpa

Die Sparkassen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt senken die Jahresprognose.

BerlinDie ostdeutschen Sparkassen haben ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt. Wegen der steigenden Kosten etwa beim Personal und der niedrigen Zinsen dürfte das Betriebsergebnis vor Bewertung bei 1,12 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme liegen, wie der Dachverband OSV am Dienstag mitteilte. Bei dieser entscheidenden Kennziffer für das operative Geschäft hatte der OSV Ende Februar noch 1,14 Prozent veranschlagt. Allerdings sind die Sparkassen bei Prognosen traditionell vorsichtig. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 1,23 Prozent.

OSV-Präsident Michael Ermrich gab sich zufrieden mit dem Geschäft im ersten Halbjahr. Neben steigenden Einlagen erzielten die 45 Verbands-Sparkassen auch ein Plus beim Kreditbestand und im Kreditneugeschäft. Die Kundeneinlagen kletterten von Januar bis Juni auf den Rekordwert von 88 Milliarden Euro, was der OSV als überraschend bezeichnete. „Üblicherweise investieren Sparkassenkunden im ersten Halbjahr und sparen im zweiten Halbjahr.“ Der Kreditbestand erhöhte sich bei den Sparkassen um gut zwei Prozent auf 42,4 Milliarden Euro.

Die größten Sparkassen Deutschlands

Die Sparkasse Bremen AG

Mit einer Bilanzsumme von 10,7 Milliarden Euro (2011) ist die Sparkasse Bremen die zehntgrößte Sparkasse in Deutschland. In dem kleinen Bundesland arbeiten 1.558 Menschen bei der Sparkasse.

Ostsächsische Sparkasse Dresden

Die Sparkasse in der sächsischen Landeshauptstadt kam im Jahr 2011 auf eine Bilanzsumme von 11,8 Milliarden Euro. Bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden arbeiten 1.708 Angestellte in 142 Filialen.

Nassauische Sparkasse

2011 kam die Nassauische Sparkasse mit Sitz in Wiesbaden auf eine Bilanzsumme von 11,9 Milliarden Euro. Sie kommt auf 225 Filialen - so viele wie keine andere Sparkasse.

Stadtsparkasse Düsseldorf

Mit einer Bilanzsumme von 12,1 Milliarden Euro liegt die Stadtsparkasse Düsseldorf auf Rang 7.

Sparkasse Hannover

Die Sparkasse Hannover ist die sechstgrößte Sparkasse in Deutschland. Das Geldhaus in der niedersächsischen Landeshauptstadt hat 2011 eine Bilanzsumme von 12,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

Stadtsparkasse München

Die Stadtsparkasse München ist – wenig überraschend – das größte Mitglied des Sparkassenverbands Bayern. Deutschlandweit reicht es mit einer Bilanzsumme von 15,7 Milliarden Euro für Rang fünf.

Frankfurter Sparkasse

Die viertgrößte Deutsche Sparkasse liegt in Hessen. Die Frankfurter Sparkasse kommt auf eine Bilanzsumme von rund 17,9 Milliarden Euro - mit 1.718 Mitarbeitern. In München sind es zum Vergleich 3083 Angestellte.

Kreissparkasse Köln

Die Kreissparkasse Köln auf Rang drei knackt als erste die Marke von 20 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 hat sie eine Bilanzsumme von rund 25,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

Sparkasse KölnBonn

Rang zwei geht nach Köln. Die Sparkasse KölnBonn ist mit 29,6 Milliarden Euro (2011) noch ein bisschen größer als die Kreissparkasse Köln.

Hamburger Sparkasse

Mit Abstand die größte Sparkasse in Deutschland ist die Hamburger Sparkasse. Die Haspa kam im Jahr 2011 auf eine Bilanzsumme von 39,5 Milliarden Euro. Sie hat auch die meisten Angestellten aller Sparkassen - 5724 Mitarbeiter.

Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) vertritt die Interessen der Sparkassen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Von

rtr

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