Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.10.2014

06:27 Uhr

Wegen Rechtstreit

Citi muss Gewinn nach unten korrigieren

Die Deutsche Bank ist nicht das einzige Geldinstitut, das unter den hohen Kosten für Rechtstreitigkeiten leidet. Nun muss die US-Großbank Citigroup 600 Millionen Dollar zurückstellen - zulasten des Gewinns.

Die Citigroup stellt sich auf hohe Strafen ein. AFP

Die Citigroup stellt sich auf hohe Strafen ein.

New YorkRechtstreitigkeiten kommen die US-Großbank Citigroup nachträglich teuer zu stehen. Das Geldhaus muss sein Ergebnis nach unten korrigieren. Aufgrund von Rückstellungen in Höhe von 600 Millionen Dollar betrage der Nettogewinn im dritten Quartal nur noch 2,84 Milliarden Dollar, teilte die drittgrößte US-Bank am Donnerstag mit. Vor zwei Wochen hatte die Bank 3,44 Milliarden Dollar ausgewiesen. Grund für die Korrektur seien behördliche Anfragen und Ermittlungen, die schnell voranschritten. Je Aktie beträgt das Ergebnis nun 88 Cent nach zuvor 1,07 Dollar.

Nach Bekanntgabe der Korrektur fielen Citi-Aktien um zwei Prozent im nachbörslichen Handel.

Die höchsten Strafen wegen Geldwäsche

Platz 10

Clearstream Banking - 152 Millionen Dollar (2014)

Platz 9

Bank of Tokyo-Mitsubishi - 259 Millionen Dollar (2012/2013)

Platz 8

Barclays - 298 Millionen Dollar (2010)

Platz 7

Lloyds - 350 Millionen Dollar (2009)

Platz 6

ABN Amro - 500 Millionen Dollar (2010)

Platz 5

Credit Suisse - 536 Millionen Dollar (2009)

Platz 4

ING Bank - 619 Millionen Dollar (2012)

Platz 3

Standard Chartered - 667 Millionen Dollar (2012)

Platz 2

HSBC - 1,92 Milliarden Dollar (2012)

Platz 1

BNP Paribas - 8,83 Milliarden Dollar (2014)

Citigroup wolle bei den Ermittlungen mit den Behörden vollständig kooperieren, teilte die Bank weiter mit. Sie gehört zu sechs Großbanken, die sich voraussichtlich bis Mitte November mit der Londoner Finanzaufsicht FCA auf eine Strafe im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt einigen dürften. Die europäischen und amerikanischen Banken müssen sich dabei auf dreistellige Millionenstrafen allein in Großbritannien einstellen. Aufsichtsbehörden in Großbritannien, den USA und auch in der Schweiz gehen seit rund einem Jahr dem Verdacht nach, dass Devisenhändler Kurse abgesprochen haben, um Kunden über den Tisch zu ziehen.

Das Institut war in der Krise vom Staat aufgefangen worden. Der Konzern soll weiter verschlankt werden. Das Geldhaus will das Profil im Firmenkundengeschäft im Ausland schärfen. Damit geht das Institut zurück zu seinen Wurzeln.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×