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27.03.2003

14:39 Uhr

Weitere Konsolidierung

Welteke sieht keine „Bankenkrise“

Von einer Bankenkrise zu sprechen, sei jedoch fahrlässig, sagte er am Donnerstag beim hessisch-thüringischen Sparkassentag in Weimar.

HB/dpa WEIMAR. Trotz der problematischen Lage einiger Institute gebe es keine Liquiditätsprobleme oder eine Verknappung von Krediten. Das System sei im Kern gesund.

Mit Hinweis auf bereits gestartete Programme zur Verbesserung der Ertragslage sagte Welteke: „Die Kreditwirtschaft wird gestärkt aus der jetzigen Ertragskrise hervorgehen.“ Damit verbunden seien weitere Strukturveränderungen. Während in Deutschland 140 größere Banken rund 80 Prozent des Geschäfts abdeckten, hätten in Großbritannien vier Häuser einen Anteil von 60 Prozent. Zu rechnen sei auch mit einer weiteren Ausdünnung des Filialnetzes. In Deutschland würden durchschnittlich 1 870 Einwohner von einer Bankniederlassung betreut, in anderen europäischen Ländern seien es 4 000.

Welteke forderte die Institute auf, angesichts weiterhin verhaltener Wachstumsaussichten ihre Probleme aus eigener Kraft zu lösen. „Verluste im Kreditgeschäft müssen von den Banken selbst getragen werden, bevor der Ruf nach dem Staat ertönt“, sagte der Präsident der Notenbank. Von der Politik verlangte er erneut, mit raschen und grundlegenden Reformen aus einem Guss den Rahmen für mehr Wachstum in Deutschland zu geben.

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