Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.10.2016

21:23 Uhr

Wells Fargo

Kontenskandal war keine Privatangelegenheit

Unter dem Druck, Verkaufsziele zu erreichen, haben Wells Fargo-Mitarbeiter Millionen Konten ohne Einverständnis ihrer Kunden eingerichtet. Nun stellt sich heraus, dass davon auch Kleinunternehmen betroffen sind.

Ein Mann verlässt Wells Fargo: Die US-Bank muss für einen Kontenskandal geradestehen. AFP; Files; Francois Guillot

Wells Fargo

Ein Mann verlässt Wells Fargo: Die US-Bank muss für einen Kontenskandal geradestehen.

New YorkDer Skandal um Phantomkonten bei Wells Fargo ist offenbar größer als bekannt: Dem US-Senator David Vitter aus Louisiana zufolge sind nicht nur Privatkunden, sondern auch Tausende Kleinunternehmen betroffen.

Dies geht aus einem Brief hervor, den der Republikaner Vitter - Leiter des Senatsausschusses für Kleinunternehmen - an Wells-Fargo-Chef John Stumpf richtete und in den die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhielt. Der Vorgang müsse lückenlos aufgeklärt werden, fordert Vitter in dem Schreiben vom 29. September. Mit der Sache vertraute Personen sprachen von etwa 10.000 Kleinunternehmen, die betroffen seien. Eine Stellungnahme von Wells Fargo lag zunächst nicht vor.

Wells Fargo und Deutsche Bank: Von der Krise überholt

Wells Fargo und Deutsche Bank

Premium Von der Krise überholt

Die Geldinstitute Wells Fargo und Deutsche Bank zeigen, wie gefährlich es ist, wichtige Entscheidungen hinauszuzögern. Entschuldigen helfen nicht, jetzt müssen Taten folgen, um die Krise zu bewältigen. Ein Kommentar.

Mitarbeiter der Bank hatten mehr als zwei Millionen falscher Konten eingerichtet, um ihre Verkaufsziele zu erreichen. Teilweise mussten die betroffenen Kunden dafür Gebühren zahlen.

Wells Fargo hat sich mit mehreren US-Behörden auf einen Vergleich geeinigt und zahlt eine Strafe von rund 190 Millionen Dollar. Sie hat im Zusammenhang mit den Vorgängen etwa 5300 Mitarbeiter entlassen.

Stumpf musste wegen des Skandals auf Aktienoptionen im Wert von rund 41 Millionen Dollar verzichten. Ihm Rahmen der Ermittlungen haben US-Abgeordnete die Zerschlagung der Bank gefordert.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×