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04.11.2016

10:58 Uhr

Wells Fargo

Skandal bei US-Großbank womöglich größer

Um die Unternehmensziele zu erreichen, waren den Mitarbeitern von Wells Fargo über Jahre jedes Mittel recht – Tausende von ihnen wurden jetzt entlassen. Nun könnte aber auch das Brokerage-Geschäft betroffen sein.

US-Senatoren vermuten, dass sich der Phantom-Konten-Skandal nicht nur auf den Privatkundenbereich beschränkt. AFP; Files; Francois Guillot

Wells Fargo

US-Senatoren vermuten, dass sich der Phantom-Konten-Skandal nicht nur auf den Privatkundenbereich beschränkt.

New YorkDer Skandal um Phantom-Konten bei der US-Großbank Wells Fargo könnte größere Ausmaße annehmen als bislang bekannt. Drei amerikanische Senatoren halten es für möglich, dass auch Kunden des Brokerage-Geschäfts Wells Fargo Advisors betroffen sein könnten. Sie forderten in einem Schreiben vom Donnerstag Bankchef Tim Sloan auf, Fragen zu früheren offiziellen Mitteilungen des Instituts beantworten. Das Geldhaus hat auch hunderte Mitarbeiter im Brokerage-Geschäft wegen sittenwidriger Verkaufspraktiken entlassen. Wells Fargo könnte den Behörden wichtige Informationen vorenthalten haben. Eine Sprecherin der Bank sagte, dass Wells Fargo zügiger agiert haben könnte. Bislang war der Skandal auf das Privatkundengeschäft beschränkt.

Die größte US-Hypothekenbank soll über Jahre Millionen Konten ohne Genehmigung der Kunden eröffnet haben. Außerdem wird ihr vorgeworfen, Kunden kostspielige Finanzprodukte aufgeschwatzt zu haben. Damit wollten Mitarbeiter offenbar hochgesteckte Verkaufsziele erreichen. Staatsanwälte ermitteln bereits. Konzernchef John Stumpf musste die Bank verlassen ebenso wie Tausende von Beschäftigten.

Von

rtr

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