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31.01.2005

10:36 Uhr

Banken

„Wenig Wettbewerb ist immer gut“

Der Europachef des US-Finanzinvestors KKR über das boomende Geschäft in Deutschland, die Vorteile der Mitbestimmung und Dax-Unternehmen, die sich sorgen müssen.

Kaum eine Firma wird in Deutschland zurzeit ohne Beteiligung von Finanzinvestoren verkauft. Ist Deutschland das neue Einkaufsparadies für Private-Equity-Firmen?

Huth: Nein. Private Equity hat hier zu Lande gemessen etwa am Bruttoinlandsprodukt, an der Zahl der Übernahmen oder auch an der Börsenkapitalisierung noch nicht die Bedeutung wie etwa in England, den USA oder auch historisch in Italien, Frankreich und Schweden. Deutschland holt einfach auf und rückt stärker in das europäische Mittel.

Warum ist das Angebot in Deutschland heute besser?

Huth: Das Spielfeld für die deutschen Konzerne ist größer geworden. Da die Unternehmen in der globalen Welt nicht in drei Bereichen gleichzeitig die Besten sein können, trennen sie sich von Sparten. Zudem sind Aktionärsstrukturen internationaler geworden, und die großen Fonds achten sehr stark auf die Fokussierung auf das jeweilige Kerngeschäft.

Warum gehen diese Randgebiete aber vor allem an Private-Equity-Firmen und nicht an strategische Investoren?

Huth: Die strategischen Investoren haben sich eine Zeit lang bei Übernahmen zurückgehalten. Nach den Enttäuschungen an der Börse wurden Akquisitionen von den Investoren einfach nicht belohnt. So konnten wir uns mit attraktiven Preisen in einem Feld mit geringem Wettbewerb positionieren.

Sie sagen „haben“. Nimmt der Wettbewerb wieder zu?

Huth: Ja, die strategischen Käufer kehren zurück. Die Konzerne haben erkannt, dass sie nach vier Jahren des Sparens wieder expandieren müssen.

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