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12.01.2006

15:22 Uhr

Weniger Bausparer

Wüstenrot gewinnt weniger Kunden

Deutschlands drittgrößte Bausparkasse Wüstenrot hat im abgelaufenen Jahr überraschend Einbußen im Neugeschäft und bei der Baufinanzierung verzeichnet.

HB LUDWIGSBURG. Im Jahr 2005 seien 347.200 neue Bausparverträge mit einem Volumen von 9,2 Milliarden Euro abgeschlossen worden, sagte der Mitte dieses Jahres in den Ruhestand gehende Wüstenrot-Chef Klaus Rösch. Damit sei das Geschäft um rund fünf Prozent zum Vorjahr geschrumpft. Wüstenrot habe unter anderem durch die frühzeitige Senkung der Guthabenzinsen Marktanteile verloren.

In der wettbewerbsintensiven Baufinanzierung brachen die Auszahlungen um rund 19 Prozent auf 3,38 Milliarden Euro ein. Dafür machte Rösch vor allem den abermaligen Rückgang der Zahl der Baugenehmigungen um 15 Prozent auf bis zu 225.000 verantwortlich. Trotz niedriger Zinsen habe die Bautätigkeit damit einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Der Jahresüberschuss werde knapp unter dem Vorjahreswert von 48 Millionen Euro liegen. Angestrebt hatte der zum Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) gehörende Branchendritte hinter Marktführer Schwäbisch Hall und BHW für das zurückliegende Jahr eine moderate Belebung der Geschäfte.

Dieses Ziel visiert Wüstenrot nun für das laufende Jahr an. Dazu soll der Vertrieb über den eigenen Außendienst sowie die Vertriebsmannschaft der zum W&W-Konzern kommenden Karlsruher Versicherungsgruppe angekurbelt werden. Auch die verstärkte Automatisierung von Baufinanzierungen sowie ein neuer Bauspartarif mit geringerem Darlehenszins sollen sich positiv niederschlagen. Das Bauspar-Neugeschäft und die Baufinanzierung sollen dadurch jeweils um rund vier Prozent wachsen, prognostizierte der Bausparkassen-Chef.

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