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30.01.2007

10:56 Uhr

Wertpapierhändler

Japans Broker leiden unter flauem Aktienmarkt

Die zwei größten Wertpapierhändler Japans teilten am Montag in Tokio sinkende Gewinne für das dritte Quartal ihres Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember) mit. Als Grund nannten die Häuser sinkende Umsätze im Wertpapierhandel.

fmk TOKIO. Der Hausse des Jahres 2005 am japanischen Aktienmarkt waren 2006 Kursrückgänge gefolgt, von der sich die Börse nur mühsam erholt. Bei Nomura Securities, Nummer eins der Branche, rutschte der Gewinn daher seit dem Vorjahresquartal von 107 Mrd. Yen (680 Mill. Euro) auf knapp 80 Mrd. Yen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres fiel der Nettogewinn um knapp 20 Prozent auf 143 Mrd. Yen. Die Einnahmen aus Brokerdiensten sanken um ein Viertel, die Gebühren für den Aktienhandel für Privatanleger nahmen sogar um 43 Prozent ab.

Beim Branchenzweiten Daiwa Securities fiel der Quartalsgewinn von 39 Mrd. Yen vor einem Jahr auf 27 Mrd. Yen. Der Umsatz blieb bei Werten um 243 Mrd. Yen stabil. Neben dürftigen Erlösen aus Gebühren blieb auch das Handelsergebnis hinter dem Vorjahreswert zurück. Auf neun Monate gesehen sank der Nettogewinn um 21 Prozent von 85 Mrd. auf 67 Mrd. Yen.

Das Handelsvolumen durch Privatanleger nahm an der Börse Tokio seit dem dritten Quartal 2005 um 42 Prozent ab. Damals wollten alle an den steigenden Kursen teilhaben, heute warten sie ab. Analysten rechnen erst für den Sommer mit einer Belebung des Geschäfts, wenn die Unternehmen ihre Bilanzen vorgelegt haben. Schon anhand der aktuellen Quartalszahlen ist abzusehen, dass die Gewinne vor allem in der Industrie weiter sprudeln.

Analysten bemängeln an Japans Wertpapierhäusern die starke Abhängigkeit vom Heimatmarkt. Alle Spieler bauen jedoch derzeit ihre Auslandspräsenz aus und bezahlen notfalls auch hohe Summen für Zukäufe – was die Ergebnisse kurzfristig zusätzlich belastet. Der Chef von Daiwa, Shigeharu Suzuki, sagte, er würde für den nächsten Zukauf eines ausländischen Handelshauses auch einen Preis zahlen, „der ein wenig zu teuer ist“.

Nomura hat in den vergangenen Jahren die Präsenz in Europa stark ausgebaut und strebt eine Abdeckung von Sektoren, Regionen und Produkten an, die der einer international Investmentbank auf einem Auslandsmarkt entspricht. Finanzvorstand Masafumi Nakada kündigte gestern an, die Präsenz außerhalb Japans weiter auszubauen. Im Dezember hat Nomura für einen Anteil von 15 Prozent an dem Private-Equity-Unternehmen Fortress mit Sitz in New York 888 Mill. Dollar auf den Tisch gelegt.

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