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09.12.2015

21:14 Uhr

WestLB-Nachfolge-Institut

Portigon macht Peter Stemper zum Chef

Der bisherige Finanzvorstend Peter Stemper wird ab kommenden April neuer Chef bei dem WestLB-Nachfolge-Institut Portion. Er folgt damit Interims-Chef Hubert Beckmann. Eine weitere Person rückt in den Vorstand auf.

Der Aufsichtsrat des WestLB-Nachfolgeunternehmens Portigon AG hat den bisherigen Finanzvorstand Peter Stemper mit Wirkung zum 1. April 2016 an die Unternehmensspitze berufen. dpa

Peter Stemper wird neuer Portigon-Chef

Der Aufsichtsrat des WestLB-Nachfolgeunternehmens Portigon AG hat den bisherigen Finanzvorstand Peter Stemper mit Wirkung zum 1. April 2016 an die Unternehmensspitze berufen.

DüsseldorfDie WestLB-Nachfolgerin Portigon hat nach den vergangenen Führungsturbulenzen einen neuen Chef und ein neues Vorstandsmitglied gefunden. Der ehemalige WestLB- und Readybank-Manager Peter Stemper werde im kommenden April den Chefposten übernehmen, teilte Portigon am Mittwoch mit. Interims-Chef Hubert Beckmann scheidet dann aus. Zum 1. April soll zudem Frank Seyfert in den Vorstand aufrücken, der 1985 bei der damaligen WestLB angeheuert hatte. Stempers Ernennung erfolge „aufgrund seiner Verdienste im Rahmen des Transformationsprozesses der Bank“, erklärte Aufsichtsratschef Friedhelm Plogmann.

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Die Cum-Ex-Geschäfte der WestLB dürften noch teuer werden für das Land NRW, dem Portigon als Rechtsnachfolger mittelbar zu 100 Prozent gehört. Regierung und Opposition schieben sich nun gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

Im vergangenen August hatte der damalige Vorstandschef Kai Wilhelm Franzmeyer nach Differenzen mit dem Aufsichtsrat um den Verkauf der Dienstleistungstochter PFS das Handtuch geworfen. Er wollte die PFS privatisieren, der Aufsichtsrat möchte sie dagegen an die WestLB-Bad-Bank EAA andocken.

Die WestLB, einst das Flaggschiff der deutschen Landesbanken, wurde 2012 nach mehreren öffentlichen Finanzspritzen auf Druck der EU-Kommission zerschlagen. Portigon ist eines der Nachfolge-Institute und gehört dem Land Nordrhein-Westfalen.

Die Servicetochter PFS bietet anderen Banken Dienstleistungen wie die Abwicklung fauler Kredite an. Sie hat bisher aber nur einen Kunden gefunden: die Erste Abwicklungsanstalt (EAA), die den Löwenanteil des WestLB-Erbes - unter anderem milliardenschwere Risiko-Papiere - verwertet.

Von

rtr

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