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09.03.2006

11:40 Uhr

Wettbewerbshüter

EU prüft Gerling-Übernahme

VonRita Lansch

Die europäischen Wettbewerbshüter nehmen den geplanten Zusammenschluss der Versicherer Talanx und Gerling unter die Lupe. Am Donnerstag läuft die Frist für Wettbewerber und Großkunden der Unternehmen ab, einen Fragenkatalog der EU-Kommission zu beantworten.

DÜSSELDORF. Dabei handelt es sich bereits um den zweiten Fragebogen. Dieser liegt dem Handelsblatt vor. Danach stellen die Wettbewerbshüter gezielte Fragen zum Bereich Pharmahaftpflichtversicherung. Sie reichen von „Bieten Sie Pharmahaftpflichtversicherungen an?“ bis zu „Erwarten Sie eine Prämienerhöhung in der Folge des Zusammenschlusses?“.

Gerling ist einer der führenden Versicherer von Pharmarisiken in Deutschland, die wegen ihrer Schadenträchtigkeit von anderen Versicherern zum Teil gar nicht mehr gedeckt werden. Die Preise sind entsprechend hoch und die Bedingungen restriktiv. Vertreter der Industriekunden haben wiederholt vor einem Deckungsnotstand bei Pharmarisiken gewarnt.

Zum Talanx-Konzern in Hannover gehört der HDI, einer der großen deutschen Industrieversicherer. Gerling ist nach eigenen Angaben die Nummer zwei in diesem Markt nach der Allianz, Gerling die Nummer drei. Industrieversicherer decken Schäden an Maschinen- und Gebäuden einschließlich Ansprüche Dritter ab.

Der Zusammenschluss von Talanx und Gerling ist der EU-Kommission am 15. Februar 2006 gemeldet worden. Die Kommission ist verpflichtet, die Auswirkungen auf den Wettbewerb im Versicherungssektor zu prüfen. Am 22. März steht der Fall in Brüssel auf der Agenda. Womöglich fällt dann die Entscheidung.

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