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15.04.2015

19:35 Uhr

„Wir wachsen“

Commerzbank will keine Filialen schließen

Anders als die Konkurrenz will die Commerzbank keine Filialen schließen. Das machte Privatkundenvorstand Martin Zielke in der Zeitung „Die Welt“ klar. Die Bank wachse und habe keine Abbaupläne.

Die Commerzbank plant keine Filialschließungen. dpa

Wachsen statt Abbauen

Die Commerzbank plant keine Filialschließungen.

FrankfurtDie Commerzbank plant anders als wichtige Konkurrenten weiter keine umfangreichen Schließungen von Filialen. „Abbaupläne hat ein Unternehmen, das Kunden verliert. Wir wachsen“, sagte Privatkundenvorstand Martin Zielke der Zeitung „Die Welt“.

Allerdings schloss er auch nicht aus, dass einige Standorte in den kommenden Jahren wegfallen könnten. „Natürlich ist keine Zahl in Stein gemeißelt.“ Wie viele Filialen die Bank in fünf Jahren noch habe, entscheide sich auch daran, ob die Kundenzahl weiterhin steige. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres habe die Commerzbank 52.000 Kunden dazugewonnen.

Das sind die größten Banken Deutschlands

Platz 10 – Postbank

Bilanzsumme 2013 der Deutsche-Bank-Tochter: 161,5 Milliarden Euro

Platz 9 – Helaba

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale: 178,1 Milliarden Euro.

Platz 8 – NordLB

Bilanzsumme 2013 der Norddeutschen Landesbank: 200,8 Milliarden Euro

Platz 7 – BayernLB

Bilanzsumme 2013 der Bayerischen Landesbank: 255,6 Milliarden Euro

Platz 6 – LBBW

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Baden-Württemberg: 273,5 Milliarden Euro

Platz 5 – Unicredit

Bilanzsumme 2013 der Unicredit (inkl. Hypo-Vereinsbank): 290 Milliarden Euro

Platz 4 – DZ Bank

Bilanzsumme 2013 der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank: 387 Milliarden Euro

Platz 3 – KfW

Bilanzsumme 2013 der KfW-Bankengruppe: 464,8 Milliarden Euro

Platz 2 – Commerzbank

Bilanzsumme 2013: 549,7 Milliarden Euro

Platz 1 – Deutsche Bank

Bilanzsumme 2013: 1611,4 Milliarden Euro

Quelle: Die Bank/Statista

Die Bank könne auf jede Situation flexibel reagieren. Viele der Mietverträge liefen in den nächsten Jahren aus. „Wir können also Standorte zu gegebener Zeit überprüfen und, wenn notwendig, verkleinern, vergrößern oder auch verlegen“, sagte Zielke.

Die HypoVereinsbank schloss zuletzt jede zweite Filiale und kommt noch auf 350. Auch die Deutsche Bank hat Einschnitte in ihrem noch rund 700 Filialen zählendem Netz angekündigt. Damit reagieren die Institute auf den Trend zur Digitalisierung von Bankgeschäften und dem angesichts sinkender Erträge wachsenden Kostendruck. Die Commerzbank hat bundesweit noch rund 1200 Filialen und Geschäftskunden-Beratungsstellen.

Auf der Bremse steht die Commerzbank beim Umbau bestehender Filialen. Das Konzept der vor mehr als einem Jahr eröffneten Testfilialen in Berlin und Stuttgart solle vorläufig nicht umgesetzt werden, sagte Zielke. Bislang sei es nicht gelungen, die neuen Filialkonzepte auch in deutlich steigende Erträge umzuwandeln.

Von

dpa

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