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06.06.2012

04:49 Uhr

Yuan-Liberalisierung

Commerzbank will in China wachsen

Das zweitgrößte deutsche Institut sieht Boom bei der Umstellung auf die chinesische Währung Yuan. Nach einer Reform darf die bisher streng kontrollierte Währung auch im Ausland geführt werden.

Die Commerzbank will 25 bis 30 Prozent in China wachsen. dapd

Die Commerzbank will 25 bis 30 Prozent in China wachsen.

PekingAndere Finanzinstitute ziehen derzeit ihr Kapital aus Asien ab, um für weitere Euro-Probleme gewappnet zu sein. Nicht so die Commerzbank. Sie baut gerade jetzt ihr Chinageschäft kräftig aus. „Wir erweitern unsere internationale Position konsequent“, sagt Michael Kotzbauer, Chef der Mittelstandsbank für Asien.

Das Firmenkundengeschäft der Commerzbank in China soll 2012 um 25 bis 30 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr lag lag der Umsatzanstieg bereits über 30 Prozent.

Als besonders profitabel erweist sich dabei das Geschäft mit Chinas Währung, dem Yuan. Die kommunistische Devise war bis vor kurzem noch streng kontrolliert und durfte das Land offiziell nicht verlassen. Doch nach einer Reform lassen sich auch im Ausland Yuan-Konten führen. Das eröffnet neue Geschäftschancen.

Vor einem Jahr hat die Commerzbank entsprechende Produkte ins Programm genommen und verzeichnet seitdem einen dreistelligen Anstieg der Kundenzahl verzeichnet. Die Bank führt Konten in Yuan und wickelt Überweisungen in der chinesischen Währung ab. „Die chinesische Regierung öffnet nach und den Kapitalmarkt“, sagt Kotzbauer.

Asien ist nicht zuletzt dank China bereits der zweitwichtigste Markt für die Commerzbank. Trotz internationaler Finanz- und Wirtschaftskrisen wächst das Land unbeirrt weiter. Eine Mehrheit von Ökonomen erwartet für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 8,5 Prozent, die Schätzung der Commerzbank liegt mit 7,5 Prozent etwas darunter. So viel Wachstum bringt weiterhin ein hohe Kreditnachfrage – auch von den deutschen Commerzbank-Kunden vor Ort.

Die Commerzbank will außerdem mehr und mehr chinesische Kunden gewinnen und sieht sich in einer guten Position, um ihnen wertvolle Dienstleistungen anzubieten. Obwohl chinesische und internationale Banken in dem Land bereits alles anbieten, was sich Firmenkunden wünschen könnten, bleiben noch Lücken, die noch nicht völlig abgegrast sind.

Die globale Schwankungen an den Märkten eröffnen hier besondere Chancen, sagt Nick Johnston, Chef der Kapitalmarktsparte Asien mit Sitz in Singapur. Die Commerzbank biete bereits erfolgreich Produkte an, mit denen sich Unternehmen gegen Schwankungen der Rohstoffpreise absichern können. „Wir sehen hier verstärkte Nachfrage nach einigen der komplexeren Techniken, um solche Risiken zu handhaben“, sagt Johnston.

Ein anderes Beispiel einer Dienstleistung für die Chinesen ist die hochkarätige Übernahme eines deutschen Unternehmens durch einen chinesischen Konkurrenten. Die Commerzbank hat dem großen Kfz-Zulieferer Ningbo Huaxiang Electronics dabei geholfen, die Sellner Group zu kaufen, einen Spezialisten für Auto-Innenraumoberflächen.

„Wir waren auf der finanziellen Seite der einzige Berater bei der komplexen Transaktion“, sagt Johnston. Die Fusion habe beiden Seiten geholfen, ihr Geschäft langfristiger auszurichten. Basis sie auch diesmal die starke Verankerung in Deutschland gewesen, mit der die Commerzbank auch weiter in China werben werde, so Kotzbauer.

Von

fmk

Kommentare (6)

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bankspender

06.06.2012, 06:21 Uhr

der klassiker

verspäteter markteintritt bei potenziertem risiko.

die cob hat mit ihrem geschäftsmodell die letzten 10 jahre schlapp 50 mrd miese gemacht ,wenns reicht .

ihre windelweich bilanz ist immer noch nicht bereinigt, und weiter gehts mit dem hütchenspieler blessing und seinen könnern

Matthias

06.06.2012, 07:16 Uhr

Und wieder ein Artikel, der offensichtlich jede Qualitätskontrolle erfolgreich umgangen hat. Liebes Handelsblatt: Was Sie uns da (immer häufiger) vorsetzen grenzt langsam an eine Mischung aus Peinlichkeit und Unverschämtheit. Ist es denn so schwer, einen Artikel, nachdem er geschrieben wurde, noch einmal in Ruhe gegen zu lesen? Allein in diesem kurzen Artikel finden sich ein gutes Dutzend Rechtschreibfehler, die schlicht nicht sein müssen - sie sind mehr als offensichtlich. Und in diesem Fall spreche ich gerade einmal von Rechtschreibung. Oder unterliegt ihr Online-Angebot nicht ihrem publizistischen Selbstverständnis, in dem Sie von "hoher Qualität" und "hohem intellektuellem Standard" schreiben? Wer (in anderen Artikeln) Unternehmen wie GE Gewinne von ~150 MRD(!) USD zuschreibt, der scheint es mit Qualität doch nicht so genau zu nehmen. SO sind Sie für mich nicht mehr als die Bild der Wirtschaftspresse. Schade.

gewinnwarner

06.06.2012, 07:59 Uhr

V.a. um in China profitabel corporate und investment banking zu betreiben, benoetigt es viel Geduld. Bisher hat kaum eine auslaendische Bank in China wirklich Geld verdient.
Mit kleinen insignifikanten deals wie dem angefuehrten Mittelstaendler, wird es sicherlich lange dauern, bis es zu Gewinnen kommt. Da stehen zunaechst Netto-Verluste.

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