Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.12.2016

12:30 Uhr

Zahlungsdienstleister Swift

Gefahr von Hackerattacken auf Banken steigt

Swift warnt vor Hackerangriffen auf Banken. Jeder fünfte Angriff sei erfolgreich. Hintergrund ist ein Angriff auf die Zentralbank Bangladeschs, bei der Hacker 81 Millionen Dollar erbeuteten. Die Gefahr bleibe bestehen.

„Die Gefahr ist sehr hartnäckig, anpassungsfähig und ausgefeilt – und sie wird bleiben“, heißt es von dem Zahlungsdienstleister Swift. Reuters

Swift

„Die Gefahr ist sehr hartnäckig, anpassungsfähig und ausgefeilt – und sie wird bleiben“, heißt es von dem Zahlungsdienstleister Swift.

London/BostonDer Zahlungsdienstleister Swift warnt vor einer zunehmenden Gefahr von Hackerangriffen auf Banken. Nach dem spektakulären Cyber-Bankraub in Bangladesch, bei dem im Februar 81 Millionen Dollar erbeutet wurden, sei es Kriminellen gelungen, weiteres Geld zu stehlen, heißt es in einem Reuters vorliegenden Brief, den Swift an Kunden weltweit verschickte.

„Die Gefahr ist sehr hartnäckig, anpassungsfähig und ausgefeilt – und sie wird bleiben“, heißt es in dem auf den 2. November datierten Schreiben. Details, welche Banken betroffen sind und um wie viel Geld es geht, wurden nicht genannt. Etwa jeder fünfte Angriff sei erfolgreich gewesen, sagte Swift-Experte Stephen Gilderdale zuletzt der Nachrichtenagentur Reuters.

Swift – Ein Globales Finanzsystem

Geschichte

Die Society for Worldwide Interbank Telecommunication wurde 1973 gegründet, um den Überweisungsverkehr von Banken auf der ganzen Welt zu standardisieren. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Belgien und wird von den Finanzinstituten getragen. Swift zog immer wieder Kritik auf sich, weil der Anbieter seit dem 11. September 2001 Überweisungsdaten an US-Behörden liefert.

Funktionsweise

Das Swift-System überträgt Nachrichten zwischen Finanzinstituten, führt selbst aber keine Konten für seine Partner und führt auch keine Zahlungen aus. Die einzelnen Banken werden über den Bank Identifier Code (BIC) identifiziert.

Die Ermittlungen zu den Hintermännern des Angriffs auf die Zentralbank Bangladeschs kommen unterdessen nach Aussage eines hochrangigen Polizisten voran. Es könnte bald zu Verhaftungen kommen, sagte Mohammad Shah Alam von der Kriminalpolizei des Landes am Montag. Ein Sprecher der Zentralbank lehnte eine Stellungnahme ab.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×