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03.01.2007

08:24 Uhr

Zeitungsmeldung

Sachsen LB soll zur AG werden

Laut einer Zeitung will sich die Sachsen LB von einer Anstalt öffentlichen Rechts in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Das würde den Einstieg einer anderen Landesbank wesentlich erleichtern.

HB DRESDEN. Das sächsische Finanzministerium arbeite derzeit an einem Gesetzentwurf, schreibt die „Financial Times Deutschland“ in ihrer Mittwochsausgabe. Durch die Umwandlung sollen Beteiligungen an und Kooperationen mit der Landesbank vereinfacht werden, berichtet das Blatt unter Berufung auf regierungsnahe Kreise.

Der Rechtsformwechsel würde auch den geplanten Einstieg der WestLB bei der Sachsen LB leichter gestalten, heißt es in dem Bericht. So geschehe die Rechtsformänderung in Abstimmung mit dem Düsseldorfer Institut. Die WestLB ist bereits seit 2001 eine AG. Ende 2005 hatte sie mit der Sachsen LB einen Kooperationsvertrag für die Entwicklung und Nutzung von Finanzprodukten abgeschlossen.

WestLB und Sachsen LB hatten sich im Oktober 2005 auf eine Kooperation geeinigt und vereinbart, in einem zweiten Schritt über eine Beteiligung von „mindestens 25,1 Prozent“ zu verhandeln. Die Sachsen LB gilt als die finanzschwächste aller Landesbanken und als auf Dauer kaum alleine überlebensfähig. Die langfristigen Verbindlichkeiten des Instituts werden von der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) mit „BBB+“ bewertet, was allenfalls einer noch befriedigenden Note entspricht. Mitentscheidend für die WestLB dürfte sein, dass sich bei einem Einstieg bei den Sachsen ihr eigenes, besseres Rating nicht verschlechtert.

Der FTD zufolge sprechen beide Landesbanken derzeit über die Gründung einer gemeinsamen Holding, in der Sachsen LB und WestLB als eigenständige Institute nebeneinander stehen sollen.

Von den bundesweit zehn größerenLandesbanken sind bislang neben der WestLB nur die Landesbank Berlin (die ehemalige Bankgesellschaft) und die HSH Nordbank Aktiengesellschaften.

Der Referentenentwurf für das Umwandlungsgesetz zur AG wird der „Financial Times Deutschland“ zufolge in vier bis sechs Wochen erwartet. Mit der Verabschiedung des Gesetzes sei jedoch nicht vor dem Sommer zu rechnen.

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