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18.11.2013

14:19 Uhr

Ziele so gut wie erreicht

DZ Bank fährt Milliarden-Gewinn ein

Nach neun Monaten hat die DZ Bank ihr Ziel fast erreicht. Seit Jahresbeginn profitiert sie von Wertaufholungen südeuropäischer Staatsanleihen. Derweil hat sie die Fusion mit der WGZ Bank nicht aus dem Blick verloren.

Das Hauptgebäude der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank. Das Geldhaus hat einen Vorsteuergewinn von 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. dapd

Das Hauptgebäude der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank. Das Geldhaus hat einen Vorsteuergewinn von 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet.

FrankfurtDie DZ Bank hat eine Fusion mit der WGZ Bank nicht aus dem Blick verloren. „Ich bin sicher, dass wir in der Frage der zwei Zentralbanken bis 2019 Veränderungen sehen werden“, sagte DZ-Chef Wolfgang Kirsch am Montag auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Mehrere Anläufe, die weit größere DZ Bank mit der vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiven WGZ zu vereinigen, waren in der Vergangenheit am Differenzen zwischen den Vorständen der beiden genossenschaftlichen Institute gescheitert. Kirsch sieht offenbar die verschärfte Bankenregulierung als Treiber einer Konsolidierung, die bis 2019 voll greifen soll.

Schneller gehen werde es mit einer Zusammenführung der beiden Rechenzentren Fiducia IT und GAD, sagte Kirsch. Das könne in Kürze auf den Weg gebracht werden. Auch hier waren bereits mehrere Anläufe im Sand verlaufen. Auch bei den rund 1100 teilweise kleinen deutschen Genossenschaftsbanken sollen die Fusionen weitergehen. "Es ist klar, dass wir in fünf Jahren weniger Volks- und Raiffeisenbanken haben werden", sagte der DZ-Bank-Chef.

Ihr Gewinnziel für das laufende Jahr hat die DZ Bank schon nach neun Monaten so gut wie erreicht. Das Geldhaus habe in den ersten drei Quartalen einen Vorsteuergewinn von 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet, sagte Kirsch. "Damit sind wir auf direktem Weg zum angestrebten Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2013." Das Spitzeninstitut der meisten Genossenschaftsbanken in Deutschland hat sich einen Vorsteuergewinn von zwei Milliarden Euro vorgenommen.

Diese deutschen Banken überprüft die EZB

Großbanken

Commerzbank
Deka-Bank (Spitzeninstitut der Sparkassen)
Deutsche Bank
DZ-Bank (Spitzeninstitut der Volksbanken)
Hypo Real Estate Holding (Deutsche Pfandbriefbank)
SEB
WGZ Bank (2. Spitzeninstitut der Volksbanken)

Landesbanken

Bayerische Landesbank (BayernLB)
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Landesbank Berlin (LBB)
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
Norddeutsche Landesbank (NordLB)
HSH Nordbank

Sparkassen/Genossenschaftsbanken

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Haspa Finanzholding (Hamburger Sparkasse)

Immobilienbanken

Aareal Bank
Münchener Hypothekenbank

Förderbanken

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Landwirtschaftliche Rentenbank
NRW.Bank

Sonstige Institute

Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft
Wüstenrot & Württembergische

Die DZ Bank hat seit Jahresbeginn unter anderem vom wieder steigenden Wert südeuropäischer Staatsanleihen profitiert, nachdem die Marktturbulenzen spürbar nachgelassen hatten. Auch wichtige Stützen wie die Fondsgesellschaft Union Investment lieferten ordentliche Ergebnisse ab, weil die Anleger langsam wieder Mut fassen.

Auch bei der geplanten Kapitalerhöhung komme die DZ Bank gut voran, sagte Kirsch. Die Volks- und Raiffeisenbanken hätten in Aussicht gestellt, der Bank im nächsten Jahr 1,5 Milliarden Euro Kapital zuzuführen. Damit werde das Geldhaus auch die künftig höheren Eigenkapitalanforderungen erfüllen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

18.11.2013, 13:25 Uhr

Richtig! Und hätten alle Banken so gewirtschaftet wie die "Genossen", dann hätten wir keine Bankenkrise!

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